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31.05.2019, Jamal Tuschick

Vom Morgenland zum Textland - Ein Beitrag von Vito Avantario

Seit Jahrzehnten kartografiert der Schriftsteller und Journalist Jamal Tuschick das deutsche Migrationsgebiet. Zum ersten Mal haben wir im Jahr 2000 zusammengearbeitet. Damals hat Tuschick die Anthologie „Morgenland – Neueste deutsche Literatur“ herausgegeben. Autoren waren u.a. Tuschick selbst, auch Feridun Zaimoglu, Mariola Brillowska, Maxim Biller, Nikola Duric, Raul Zelik, glaube ich.
Ich konnte auch zwei Texte beitragen und so kam eine Textsammlung zusammen, über die di...e FAZ schrieb: „Die Anthologie Morgen Land ist vor Ausbruch des Leitkulturstreits erschienen, doch erst jetzt kommt die Provokation, die im Untertitel „Neueste deutsche Literatur“ mitschwingt, zur Geltung. Der schmale, mit Fotos und Zeichnungen aufgelockerte Band versammelt Texte von Autoren, die ausländische Eltern haben, aber in Deutschland aufgewachsen sind, hier leben und arbeiten und Wert darauf legen, daß sie nicht transkulturelle Verständigungsprosa produzieren, sondern zur deutschen Literatur-Avantgarde zählen.“
In den vielen Jahren seitdem hat sich viel und nichts verändert. Solingen hat sich gerade zum 25. Mal gejährt. Diese Gesellschaft verhandelt heute noch immer die alten Dinge, es dreht sich bloß um andere Herkünfte.
Jedenfalls hat Jamal Tuschick mit Partnern eine neue Plattform für Literatur gegründet, die sich dem Transitbereich des Lebens widmet, der Migration.
Worum geht’s in TEXTLAND?
„Im deutschsprachigen Raum existiert schon lange eine lebendige, hochklassische Literaturszene, in der Texte entstehen, die geprägt sind vom kulturellen und sprachlichen Reservoir mehrerer Kulturen. TEXTLAND gibt diesen spannenden Entwicklungen den nötigen Raum, sich zu entfalten und fördert langfristig den weiteren Prozess. TEXTLAND bietet eine öffentliche Bühne für transkulturelle, lebendige Begegnungen und Kontroversen, ist erzählte Welt als Panorama der Gegenwart. TEXTLAND steht für ein grenzüberschreitendes Land aus Texten, aus Geschichten und Narrativen.“
Na, bitte.

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