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26.06.2019, Jamal Tuschick

Eine Randbemerkung zu "Ende Gelände!" von Eckart Britsch

Heute geht es den Unterschied zwischen altmodischen Kosmopoliten und erfrischenden, neuen Weltbürgern herausarbeiten. Die ersten sind dazu verurteilt, die zweiten bestimmen es selbst.
"Nationen sind nicht ewig. Sie haben begonnen, sie werden einmal enden. Die europäische Konförderation wird sie wahrscheinlich ablösen." (Ernest Renan, März 1882)
Es ist die Idee, die zählt. Auch wenn die Gefahr heute vom Finanzkapital droht, bleibt der Imperialismus der Stärkeren nach wie vor eine große Bedrohung. Ideale zu haben und für eine gerechte Welt einzutreten, ist das Privileg der Jugend. Was sie auch heute wieder so liebenswert macht, ist "Hellsicht gepaart mit moralischem Rigorismus." Die hoch zulässige Selbstgerechtigkeit war schon immer der Motor gegen die Doppelmoral der Alten. Dort setzt der jugendliche Protest ein. Gegen die habgierigen "Jet-Set-Eliten", gegen die 0,00001 % der globalen Wealthy, die wiederum weltweit den arbeitenden Menschen den letzten Groschen aus der Tasche ziehen. Auch verachten sie die bescheuerten Nationalisten mit ihren Klimawandel-Lügen und die Kräfte im Osten, die es versäumt haben, die Vorteile eines Rechtsstaates zu verstehen oder dumpfe Islamophobie verbreiten. Ihre Stichwortgeber sind nicht nationalistisch. Gegen den altmodischen Heimat-Begriff heißt die Parole: "Provinz ist, wo ich bin". Auf die Luftpumpen der politischen Eliten, die sie denunzieren und die Themen klauen wollen, schauen sie mit milder Verachtung.
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