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04.08.2018, Jamal Tuschick

Einwurf zur #metwo Debatte von Jannis Plastargias

Jannis Plastargias

Ich habe lange überlegt, ob ich etwas dazu schreibe. Die Idee gefällt mir ausgesprochen gut, daher freue ich mich sehr, dass es diese Aktion gibt und dass der Alltagsrassismus, den viele Menschen leider erdulden müssen, sichtbar gemacht wird. Ganz sicher wurde ich in meinem Leben oft genug diskriminiert - trotzdem möchte ich keine Geschichte beisteuern. Das hat Gründe. Ich werde selten als PoC wahrgenommen, das geht sogar so weit, dass ich es selbst nicht mehr tue - anders als viele meiner Freund*innen und Klient*innen. 
Wenn ich ihre Geschichten höre oder direkt mitkriege, Geschichten von Racial Profiling, Geschichten, in denen geliebte Menschen offen menschenverachtend behandelt werden, teilweise mit Nazi-Vokabular, Geschichten von Gewalt, von erniedrigender Objektivierung etc., dann möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dass meine "kleinen Geschichten" auf einer Stufe mit diesen schlimmen Geschichten sind. Ich möchte lieber dabei unterstützen, diese #metwo Geschichten öffentlich zu machen. Wer also gerne auf meinem Blog darüber schreiben möchte, kann dies gerne tun: https://schmerzwach.blogspot.com - ein paar Leser*innen habe ich da ja ... Ich könnte mir übrigens auch ein Buchprojekt vorstellen ...

 



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