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12.10.2018, Jamal Tuschick

#wirsindmehr #unteilbar #metoo #metwo #unschlagbar

„Weil ich hier leben will“. Für ein neues jüdisches Selbstbewusstsein

Der Jüdische Zukunftskongress widmet sich der Vielfalt jüdischen Lebens heute

Auf Initiative der Leo Baeck Foundation – in enger Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa – und mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung findet vom 5. bis zum 8. November der Jüdische Zukunftskongress in Berlin statt. Der Kongress lädt in Kooperation mit jüdischen und nichtjüdischen Institutionen alle Interessierten zu zahlreichen Podiumsdiskussionen an verschiedenen Orten Berlins ein.

Der Kongress widmet sich der neuen jüdischen Vielfalt in Deutschland und bietet ein Forum, das Impulse für die Konsolidierung, aber auch Erneuerung jüdischen Lebens in Deutschland in seiner ganzen Pluralität geben will. Das neue Selbstbewusstsein und die Zuversicht der jungen jüdischen Gemeinschaft stehen beim Jüdischen Zukunftskongress, an dem neben prominenten Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft und Kunst vor allem junge jüdische Intellektuelle beteiligt sind, im Zentrum. Sie diskutieren mit Podiumsgästen wie Micha Brumlik, Nicola Galliner, Gideon Joffe, Anetta Kahane, Klaus Lederer, Frank Mecklenburg, Léontine Meijer-van Mensch, Katharina von Schnurbein, Josef Schuster und Hermann Simon.

Angesichts des zunehmenden Antisemitismus will der Kongress zudem eine klare gesamtgesellschaftliche Perspektive auf ein neues Miteinander eröffnen ‑ in Berlin, in Deutschland, in Europa. Die Initiatoren des Kongresses wollen auch dem Thema „Erinnern“ eine neue gesellschaftliche, religiöse und kulturelle gestalterische Komponente verleihen.

„Die jüdische Gemeinschaft steht heute vor vielen Herausforderungen: von außen bedroht sie Antisemitismus, innen strebt eine wachsende jüdische Zivilgesellschaft nach Teilhabe an den Diskursen und gleichberechtigter Wahrnehmung. Mit diesen und anderen Fragen wollen wir uns in einem europäischen Kontext auseinandersetzen“, so Rabbiner Walter Homolka, Vorstand der Leo Baeck Foundation.

Das Kongressprogramm umfasst auch eine Filmmatinee sowie ein Kantor*innen-Konzert. Am 7. November wird erstmals der DAGESH-Kunstpreis an jüdische Künstler*innen vom Jüdischen Museum Berlin und dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk vergeben. Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen kostenlos.

Am Jüdischen Zukunftskongress beteiligen sich zahlreiche jüdische und nichtjüdische Institutionen, darunter Zentralrat der Juden in Deutschland, Jüdische Gemeinde zu Berlin (mit den Jüdischen Kulturtagen Berlin), Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Allgemeine Rabbinerkonferenz Deutschland, Jüdische Studierendenunion Deutschland,Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland), Jüdisches Museum Berlin (mit der Michael-Blumenthal-Akademie), EU-Kommission in Brüssel / Beauftragte zum Thema „Antisemitismus“, Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Leo Baeck Institute New York / Berlin, Landeszentrale für politische Bildung (Berlin), Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste / Germany Close Up, Institut für Desintegration im Studio Я des Maxim Gorki Theaters Berlin, Deutscher Kulturrat, Anne Frank Zentrum Berlin.

Begleitend zum Kongress ist soeben das von Rabbiner Walter Homolka, Jonas Fegert und Jo Frank herausgegebene Buch „»Weil ich hier leben will …« Jüdische Stimmen zur Zukunft Deutschlands und Europas“ im Verlag Herder erschienen.

Weitere Informationen unter: www.juedischer-zukunftskongress.org/

 

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