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23.10.2018, Jamal Tuschick

Disput auf Facebook: Ulla S. fragt: Was wollen die hier? Eckart Britsch antwortet: Ich wollte zeigen, wie junge Leute aus Gambia aussehen. Kluge, gute, freundliche Gesichter. Sie sehen einfach gut aus. Es geht um den Einzelnen. Ihr "die" ist rassistisch. Eigentlich meinen Sie "die Schwarzen". Aber das Blut der Schwarzen ist auch rot. Alle waren in der "Perspektive jugendlicher Ausländer" und sind jetzt Opfer rassistischer Einstellungen, die im Innenministerium exekutiert werden. Falls sie mich meinen mit ihrer Denunziation, woran Deutschland "krankt" (Nazibegriff), so habe ich hohes Fieber, wenn ich an die niederträchtige Behandlung dieser jungen Menschen denke.  

Oberflächenjournalismus in den Massenmedien - Ein Einwurf vom Kollegen Britsch

Junge Männer aus Gambia

Sie warten auf eine Arbeitserlaubnis nach erfolgreich absolviertem Deutschkurs, anderen Integrationsmaßnahmen und diverser Praktika. Aus rassistischen Gründen wird die Erlaubnis ihnen vorenthalten. Sie gehören nicht zu den A-Ländern wie Syrien und Eritrea. Sie sind keine jessidischen Kurden etc. Für sie gilt die Rampensprache des Innenministeriums: "Wer ohne Aussicht auf Asyl nach Deutschland kommt und Asyl beantragt, dem dürfen aus der Teilnahme an Integrationsmaßnahmen keine Vorteile erwachsen." Also sind Integrationsmaßnahmen für Westafrikaner versteckte Subventionen für die Vorteilsmitname der Bildungsindustrie, der Rechtsanwaltbüros und der darauf spezialisierte Immobilienhaie. Auf Kosten junger, wissbegieriger, ihre Chance suchenden Menschen. Was es für junge Leute bedeutet von der Politik in so eine aussichtslose Lage geschubst zu werden, kann noch keiner sagen. Noch sind sie alle guter Dinge. Trotz ihrer unterirdischen Behandlung in Deutschland. Alle würden schon arbeiten. Firmen, bei denen sie ein Praktikum gemacht haben, hätten sie alle übernommen. Sie würden bereits Steuern zahlen und müßten nicht mehr staatlich alimentiert werden. Was für eine Gemeinheit und was für eine Steuerverschwendung. Ständig werden neue Sprachregelungen (fake news) in Umlauf gebracht, um sie zu schikanieren, wie "ihre Deutschkenntnisse sein zu schlecht". Dass sich diese nicht verbessern können, weil man sie in die Asylkasernen mit 2,3,4 Leuten in einem Zimmer über Jahre steckt, wird im öffentlichen Diskurs verschwiegen. Schäbige Politik von schwarz, gelb, rot, grün und Oberflächenjournalismus in den Massenmedien. Für junge Menschen vor Ort interessiert man sich nicht. Lieber redet man salbungsvoll über das Schließen von Fluchtrouten und die Feststellung sicherer Herkunftsländer. Das Lieblingsmantra der Laberrunden in den Talkshows heißt: Wir können nicht die Probleme Afrikas lösen. Das hat aber bis jetzt auch noch kein Afrikaner verlangt.

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