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28.10.2018, Jamal Tuschick

In Italien hat sich eine Partei nach Ezra Pound benannt. Ihre Zentrale ist ein besetztes Haus.

Wir müssen neue Kodes lernen, sagt Andrea Röpke.

Stephan Trüby, Andrea Röpke und Philipp Ruch auf der Berliner Volksbühne

Nachtrag zu der Veranstaltung Rechte Räume in der Volksbühne

Faschismus liegt im Trend. Schöne Menschen bewerben ihn europaweit, und jetzt kommst du und sagst, die lassen sich instrumentalisieren. Und eine andere sagt: Das ist doch abgekupfert und seinem Wesen nach linke Ästhetik. Das sei bloß Travestie.
Der Architekturkritiker Stephan Trüby brachte im großen Saal der Berliner Volksbühne (in einem Raum gegen Rechts) ein Beispiel von der Qualität eines Lichteinfalls. Ob paranoid oder luzid - in Berlin gibt es einen Walter-Benjamin-Platz, dem ein Vers von Pound beiwohnt.
„Bei Usura hat keiner ein Haus von gutem Werkstein die Quadern wohlbehauen, fugenrecht, dass die Stirnfläche sich zum Muster gliedert.“  
Trüby erklärte Usura und führte aus, dass die Zeile Mussolini zitiert, der in einer Rede vor Arbeitern, die Belegschaft mit kodiertem Antisemitismus triggerte. Der Appell an das Ressentiment wird auf dem Walter-Benjamin-Platz zu einer Marke, die sich nicht einfach  wegwischen lässt. Sie funktioniert nach dem Prinzip des stillen Protests - jedenfalls kann man sie so lesen: als Signal. 

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