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29.10.2018, Jamal Tuschick

Einwurf vom Kollegen Britsch

Feige findet E. Britsch die überall diskutierte Ausladung von Feine Sahne Fischfilet. Er reagiert an dieser Stelle auf einen Beitrag von Benjamin-Immanuel Hoff.

Benjamin-Immanuel Hoff

Vor ein paar Tagen schilderte Benjamin-Immanuel Hoff seine Sicht im Mainlabor unter der Überschrift Massiver Druck von Rechts. Benjamin-Immanuel Hoff ist Kultur-, Bundes- und Europaminister sowie Chef der Staatskanzlei in Thüringen. Er stellte fest: 

Die Empörung aller Orten ist groß. Die Absage eines Konzerts in der verdienstvollen Reihe ZDF@Bauhaus, die extra zum Jubiläum der 100-jährigen Gründung des Bauhauses aufgelegt wurde, durch die Stiftung Bauhaus Dessau war falsch. Die Kritik an der Entscheidung ist berechtigt. Gleichzeitig verstärkt sich zunehmend der Eindruck, dass wichtige Rahmenbedingungen aus den Blick geraten, die man nicht oft genug betonen kann. 

Auf den Beitrag von Benjamin-Immanuel Hoff reagiert nun Eckart Britsch:

Wir leben nicht 1933. Die AfD ist nicht an der Macht. Sie hat zwar ein rechtsextremes Gefolge, aber keine SA oder SS. Der Auftritt von "Feine Sahne Fischfilets" in dem ursprünglich anvisierten Rahmen hätte die Polizei dazu gezwungen, Demokratiepräsenz zu zeigen, ihre grundgesetzlichen Aufgaben wahrzunehmen und nicht zuzusehen, wie Hitlergruß und Naziparolen mit dem AfD-Ritual öffentlich hoffähig gemacht werden. Der Rücktritt eines Präsidenten des Verfassungsschutzes wegen des NSU-Staatsversagens und einem Aufbau rechtsradikaler Strukturen mit Steuergeldern im Umfeld des Verfassungsschutz hat die braunen Strukturen nicht aufgelöst. Wahrscheinlich ist hier der Grund zu suchen, warum die Band vom Verfassungsschutz bespitzelt wird. Die Ausladung der Band war feige. Ein Wegducken vor dem Aggressionspotential der Rechtsextremen hat die liberale Demokratie beschädigt. Zieht sich der Staat von seinen Aufgaben zurück, entblößt er zuerst sein Gewaltmonopol.

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