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03.11.2018, Jamal Tuschick

Unsichtbare Protestgemeinschaften

Schon 2012 sind in der westsyrischen Stadt Salamiyya die Monumente der revolutionären Hoffnung geschliffen. Die couragierte Zivilgesellschaft lebt von starken Behauptungen wie „Die Straße gehört uns.“ Doch da findet nichts Massenhaftes mehr statt. Der Widerstand überlebt in der Kreativität in Zirkeln. Man trifft sich auf öffentlichen Plätzen in gleicher Kleidung, ohne Transparente, schweigend - kaum erkennbar als Protestgemeinschaft. Und doch begreifbar als Provokation.

Man kommt in einer Straße zusammen – „auf einen Schlag und völlig überraschend“ – und löst sich genauso auf. Man schafft eine Schimäre im Geist der Ermutigung und mit der Erwartung, „einer einflussreicheren Bewegung den Weg zu ebnen“.

Entnommen der von Guillaume Gamblin, Pierre Sommermeyer und Lou Marin herausgegebene Dokumentation „Im Kampf gegen die Tyrannei“, erschienen im Verlag Graswurzelrevolution.

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