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20.05.2018, Jamal Tuschick

Auch die Architektin, Schauspielerin und Regisseurin Adela Bravo Sauras wird den MAIN LABOR-Blog mit ihrer visionären Klarheit bereichern.

„Der Mensch ist die stärkste Droge“, behauptet Joachim Bauer. Die Architektin, Schauspielerin und Regisseurin Adela Bravo Sauras beansprucht den Freiburger Hirnforscher und Grandmaster des Eudaimonischen Heils als Gewährsmann für eine antideterministische, Freud ferne Psychologie. Sie beschreibt ihre Arbeit als „architektonisches Theater“. Charakteristisch sind labyrinthische Spielflächen und -anordnungen, die planimetrischen Berechnungen folgen.  

Bravo Sauras’ Credo lautet: „Der Mensch reagiert aggressiv, wenn er nicht kollaborieren kann. Er sucht den schnellen Lustgewinn in gelungenen Verbindungen.“

Man könnte auch von antikapitalistischem Anti-Psychiatrie Theater sprechen. Der Zuschauer begegnet in Bravo Sauras‘ Kollaborationsmaschinen unter Laborbedingungen einer sich vom Kapitalismus abwendenden, Beziehungen aus ihren ökonomischen Gattern holenden Lebensart.

„Scheißkapitalismus.“

Das sagt Bravo Sauras beinah so oft wie „Selbststeuerung“. Selbststeuerung ist ein Zauberwort von Bauer. „Es geht um die Nutzung unserer Freiheitsräume, die wir durch Stopp von Reiz-Reaktions-Abläufen erweitern können“, behauptet der Wissenschaftler. Folglich geht es um antiautomatisches Verhalten. Bauer unterscheidet einen hedonischen von einem eudaimonischen Habitus. Eudaimoniker haben nach Bauer „die gute Balance“ und deshalb Zugang zu hohen Dosen Oxytocin. Sie sind ihre eigene Apotheke. Eudaimonisches Heil entsteht in gelungen Beziehungen, gutem Essen und Sex.

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