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18.11.2018, Jamal Tuschick

Sie fordert eine weibliche Revolution im Islam – In ihrer Streitschrift „Emanzipation im Islam“ rechnet Sineb El Masrar mit ihren Feinden ab. Das steht so auf dem Cover.

Sineb El Masrar

„Wir dürfen nicht darauf warten, dass man uns Rechte zugesteht.“

Die degradierende Trennung der Frauen von Männern im Islam wird vielfach mit Kodifikationen begründet, die in den ersten Generationen nach dem Tod des Propheten Macht sichern sollten. Das schreibt Sineb El Masrar in ihrem aufschlussreichen, dem Laien mit Verständlichkeit entgegenkommenden Aufklärungsbuch „Emanzipation im Islam“. El Masrar bereitet einer durchgreifend feministischen Lesart im Raster der Gegenwart den Boden. Die Autorin zeichnet Konturen der frauenfeindlichen Bollwerke nach, auf denen der Status quo basiert. Sie sagt: Dem Propheten hätte sehr wohl eine Prophetin folgen können. Kein Gesetz schloss das aus.

Es habe im Entstehungsraum des Islam Matrilinearität gegeben. Erst nach Mohammeds Tod, so El Masrar, seien Frauen mit religiösen Begründungen eingeschränkt und politisch abgehängt worden.

  

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