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15.12.2018, Jamal Tuschick

Die israelische Gesellschaft steht unter einem enormen Reproduktionsdruck. Queere Paare sind von dem kollektiven Kinderwunsch nicht ausgenommen.

Queere Familienmodelle

Die erste Pride Parade fand 1998 in Tel Aviv statt

Hinter den Bildern der jährlichen Gay Pride Parade in Tel Aviv steht eine Dimension der rechtlichen Gleichstellung von Homosexuellen, mit der Israel nicht nur eine Inselposition im Nahen Osten einnimmt, sondern die zu den progressivsten weltweit gehört. Sie ermöglicht alternative Eltern- und Familienmodelle, die in Deutschland bisher weitgehend unbekannt sind.

„Queer in Israel“, herausgegeben von Nora Pester, mit Fotografien von Ilan Nachum, Deutsch/Englisch, Hentrich & Hentrich, 168 Seiten, 84 Abbildungen, 24,90,-

Gleichzeitig offenbart sich an diesem Thema die tiefgreifende Spaltung der israelischen Gesellschaft zwischen der „Bubble“ Tel Aviv und dem Rest des Landes sowie zwischen ultra-progressiven und ultra-konservativen Lebensformen und Denkmustern.
So einladend die Aufnahmen zwischen den Texten auch sind. „Queer in Israel“ liefert vor allem Fakten über die gesetzliche Lage queerer Familien in Israel. Die Kosten lesbischer leiblicher Mutterschaft via In-vitro-Fertilisation trägt die Krankenversicherung bis zum zweiten lebend geborenen Kind. Der Komfort ergibt sich aus der Matrilinearität. Schwule Paare müssen viel mehr Aufwand treiben und so auch eine Leihmutter im Ausland beauftragen.  

 

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