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23.05.2018, Jamal Tuschick

Der Boden der Tatsachen als Tanzboden der Möglichkeiten

„Wenn sie gut sind, dann sind Gedichte nicht zu verstehen“, sagt Malte Abraham. Wir sitzen vor einem Spätkauf in Kreuzberg, zwei Zugezogene, die ins Bild passen. Hinter uns feuern vollständig tätowierte Amerikaner ihre theatralischen Überschüsse ab, einer sieht aus wie Hank Williams III. Mutanten aus der fortgeschrittenen Migration spannen ihre Netze über die Straße, ihre Nervosität ordnet die Verhältnisse im Territorium. Da ist ein Prinz auf den Abwegen des Leerguts. Der wird bestimmt nicht mehr zum Frosch geküsst, Malte zitiert Daniela Seel: „Ich schreibe so lange an meinen Gedichten, bis ich sie selbst nicht mehr verstehe“.

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