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06.03.2019, Jamal Tuschick

#purpleride #frauenbildetbanden #frauenkampftag #frauentag #WomensDay #8M

FLTI*-Fahrrad-Demo - Ab auf's Rad, gegen das Patriarchat!

Uns eint die Liebe zum Fahrradfahren und der Wunsch, für unsere Rechte auf die Straße zu gehen. Das Fahrrad ist unser Symbol für die Emanzipation - schon vor über 100 Jahren haben Amalie Rother und Clara Beyer sich erstmalig eine Teilnahme am Radrennen in Berlin hart erkämpft. Wir wollen endlich echte Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht und Geschlechtsidentität - und die startet mit mehr Sichtbarkeit von FLTI*. Also alle rauf aufs Rad!

Startpunkt 8. März 2019. 12:00 Uhr Mariannenplatz am Feuerwehrbrunnen.
Ende ist um 15 Uhr am Frauenknast in Lichtenberg U-Magdalenenstraße. Beginn der Demo "United we get what we want"
Route und Programm folgen. Wir fahren etwa eine Stunde im entspannten Tempo!

Wir sind inklusiv: Du brauchst ein Fahrrad? Du willst mitfahren, aber weißt nicht wie? Schreib uns oder poste hier in die Diskussion!
Wir sind PURPLE RIDE: Bringt alle eure lila Sachen mit - Kleidung, Schals, Mützen und Bänder, Rucksäcke, ...

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Wir sind eine Gruppe feministischer Radler*innen. Wir wissen, dass wir nicht alles wissen. Und wir wissen, dass wir noch nicht angekommen sind, aber dass wir zusammen dahin losradeln wollen! Die Welt ist immer noch sehr ungleich; einige Privilegien auf der einen, viele auf der anderen Seite. Hier sind einige unvollständige Ideen, wie wir das ändern können:

Wir kämpfen für gleiche Bezahlung und gegen Diskriminierung von FLTI* am Arbeitsplatz. Trans* inter und non-binary Personen werden vielfach am Arbeitsplatz diskriminiert und sind dadurch besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen (50% im Vergleich zu 5%-10% in der Gesamtbevölkerung). In Deutschland verdienen Frauen* durchschnittlich noch immer 21% weniger als Männer! Nach der Geburt des ersten Kindes fällt der Verdienst von Frauen* sogar auf 61 % des eh schon geringeren Gehalts ab und sie bekommen im Schnitt nur halb so viel Rente wie Männer. Außerdem fordern wir, dass Berufe in den Bereichen Erziehung und Unterricht sowie im Gesundheits- und Sozialwesen deutlich besser bezahlt werden!

Wir kämpfen für eine fahrradgerechte und fußverkehrfreundliche Stadt, in der alle, auch Familien und Kinder, sicher unterwegs sind!!

Wir kämpfen dafür, dass wir autonom über unsere Körper entscheiden können. Wir fordern die Abschaffung der Abtreibungsparagraphen 218/219a. Keine kosmetischen 'geschlechtsangleichende' Operationen mehr an intersexuellen Kindern! Wir wollen eine angemessene Gesundheitsversorgung für trans* inter und non-binary Personen, die ohne Pathologisierung der vielfältigen Geschlechteridentitäten auskommt! Wir wollen eine 3. Option für alle und eine unbürokratische selbstbestimmte Möglichkeit Geschlechtseinträge zu ändern!
// Was ist schon ‚normal‘ und wer entscheidet das? //

Wir kämpfen gegen Sexismus. Die #metoo Debatte ist noch nicht vorbei! „Sexismus bedeutet für Frauen, dass sie auf Stereotypen reduziert werden und auf Grund dieser gesellschaftlich benachteiligt werden. Dies bedeutet nicht nur, dass weibliche Stimmen nicht gehört werden – ständig wird der Status der Frau als Person untergraben.“ (Missy Magazin)
// Lasst uns aus #metoo mehr als einen Hashtag machen! //

Sogar in Berlin sind homo- und transfeindliche Gewalt weiterhin auf Rekordhoch. An verschiedenen Orten dieser Welt müssen Queers ihre Zuhause verlassen um vor Gewalt und Verfolgung zu fliehen.
// Pro Homo! And Cheers for Queers! Hier und überall! //

Women* of color, migrierte Frauen*, BPoC trans* inter und non-binary Personen sind am härtesten betroffen von Patriarchat und Kapitalismus. Deswegen gilt: No one is free when others are oppressed! Weil Sexismus das Problem ist! Weil Feminismus ohne Antirassismus, Antisemitismus und ohne Anerkennung der Geschlechtervielfalt nicht geht! Weil wir einen intersektionalen Feminismus jetzt mehr denn je brauchen!
// ‚Feminismus muss antirassistisch sein, sonst wird er nicht sein!‘ (Angela Davis)//

Wenn du dich hier nicht repräsentiert fühlst, schreib uns sehr gerne. Wir versuchen eine Plattform gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und Herkunft zu öffnen.

Also lasst uns die Kämpfe vereinen und ab auf´s Rad, gegen das Patriarchat!

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