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21.03.2019, Jamal Tuschick

Der türkische Kulturförderer Osman Kavala wurde am 1. November 2017 festgenommen. Am Freitag, dem 15. März, verbringt Kavala seinen 500. Tag in Isolationshaft im Hochsicherheitsgefängnis Silivri.

Osman Kavala fotografiert von Kerem Uzel

Erst vor wenigen Wochen, am 20. Februar, hat die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift gegen Osman Kavala und seine 15 Mitangeklagten vorgelegt. Darin fordert sie verschärfte lebenslange Haft. "Ohne Beweise wird Osman Kavala und den Mitangeklagten vorgeworfen, sie hätten die Proteste gegen die Bebauung des Gezi-Parks in Istanbul im Sommer 2013 geplant und finanziert", sagt Marie Lucas, Europa-Expertin bei Amnesty International in Deutschland. "Die türkischen Behörden versuchen, diesen demokratisch legitimen Protest als Versuch darzustellen, die verfassungsgemäße Ordnung und die Regierung der Republik Türkei zu stürzen. Diese absurde Behauptung dient als Begründung für den erhobenen Terrorvorwurf und die irrwitzige Strafforderung."

Amnesty International fordert den türkischen Justizminister auf, dafür Sorge zu tragen, dass diese absurde Anklage fallen gelassen wird und dass Osman Kavala und der ebenfalls in diesem Verfahren inhaftierte Universitätsdozent Yiğit Aksakoğlu unverzüglich freigelassen werden.  

Unterstütze die Protestierenden in der Türkei!

Osman Kavala und die anderen Engagierten müssen freikommen!

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