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27.07.2019, Jamal Tuschick

Herabgestiegen aus gemalten Himmeln - Sita Chay, Kim Jihye und Sung Youjin woben im Koreanischen Kulturzentrum einen Soundteppich zum Abheben.

Zarte Kraftpakete

Sita Chay, Kim Jihye

Von links: Kim Jihye, Sung Youjin

Extra expressiv

Sie bewegen sich auf einer Kreuzung zwischen Virtuosität und Schamanismus. Für den Auftritt im Koreanischen Kulturzentrum haben sie Stücke extra komponiert und vielleicht auch extra expressiv arrangiert. Sita Chay, Kim Jihye und Sung Youjin erscheinen wie prozessierende Göttinnen auf der Bühne; herabgestiegen aus gemalten Himmeln. Die Ouvertüre entspricht einer Übersetzung buddhistischer Choräle ins Instrumentale. „Festival of Five Gods“ heißt der Segnungswunsch zum Auftakt. Das Sakrale dominiert eine avantgardistische Attitüde. In der Musik von SaaWee and Sung Youjin New Ritual klinkt sich das animistisch Magische in den Haken der Divination.

Vermutlich steckt in der Kombination eine laborante Freude am Experiment. Die Musikerinnen sagen ihrer Kunst eine heilende Wirkung nach. Auch der koreanische Maskentanz erlebt eine verschleierte Wiederauferstehen im Zusammenspiel eines vor jedem Anfang schon sagenhaften Ensembles. Sung Youjin spielt die Gayageum. Bis eben wusste ich nicht, wie die Töne erzeugt werden, die jeden Eastern akustisch grundieren.

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