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25.09.2019, Jamal Tuschick

Pressemitteilung des African Book Festival-Veranstalters Interkontinental

Wir haben Neuigkeiten: Kalaf Epalanga wird neuer Kurator des African Book Festival Berlin 2020.

Der Musiker und Autor Kalaf Epalanga wird Kurator des nächsten African Book Festival in Berlin, das vom 17.-19. April 2020 zum dritten Mal die Stars der afrikanischen Literatur in die Hauptstadt holt. Diesen Freitag stellt er um 18:00 Uhr in der Buchhandlung InterKontinental seine Ideen für das neue Programm und die Gästeliste vor.

Epalanga ist ein in Lissabon und Berlin lebender Musiker und Autor aus Angola. In den 90er Jahren gründete er die Musikgruppe Buraka Som Sistema, die später zur bekanntesten Vertreterin des Kuduro avancierte, einer angolanischen elektronischen Tanzmusik, und die dem Musikstil zu internationaler Bekanntheit auf den Tanzflächen der Welt verhalf. Zwischen 2006 und 2014 veröffentlichte das Kollektiv 4 Alben.

Epalanga schrieb als literarischer Kolumnist für die große portugiesische Tageszeitung O Público. Ausgewählte Kolumnen erschienen 2011 unter dem Titel Estórias de Amor para Meninos de Cor (dt.: Liebesgeschichten für farbige Kinder) sowie 2014 unter dem Titel O Angolano que comprou Lisboa (por metade do preço) (dt.: Der Angolaner, der Lissabon kaufte (zum halben Preis)) in Buchform.

Zuletzt erschien Epalangas Debütroman Também os Brancos Sabem Dançar (dt.: Auch die Weißen können tanzen, Editorial Caminho, 2017), der in der gesamten lusophonen Welt hoch gelobt wurde.

Nachdem das Festival 2018 unter der künstlerischen Leitung der deutsch-nigerianischen Schriftstellerin Olumide Popoola mit dem Titel „Writing in Migration“ sehr erfolgreich anlieft, fokussierte 2019 Tsitsi Dangarembga als Kuratorin „Transitioning from Migration“ Simbabwe. 2020 wird Kalaf Epalanga nun Angola unter dem Titel „Telling the Origin Stories“ ins Zentrum rücken. Besonders wichtig sei ihm dabei die Einbeziehung des gesamten portugiesischen Sprachraums und seiner hervorragenden Literatur.

Über 1.500 Literaturbegeisterte besuchten die letzte Ausgabe des Festivals und sahen Vorträge, Lesungen, Interviews und Podiumsdiskussionen. Das Festivalprogramm wird in jedem Jahr von einer anderen literarischen Persönlichkeit vom afrikanischen Kontinent gestaltet, was zur Folge hat, dass immer neue Akzente in den Gesprächen gesetzt werden, während mit einer wechselnden regionalen, sprachlichen und kulturellen Fokussierung der immensen Vielseitigkeit Afrikas Rechnung getragen wird. Über die Begeisterung für Literatur verbindet das Festival Menschen in Europa und Afrika und schafft Raum für interkulturellen Dialog auf Augenhöhe. Das Festival ermöglicht einen Perspektivwechsel und Austausch, der im Berliner Raum einzigartig ist.

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