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29.10.2019, Jamal Tuschick

Immer auf dem Laufenden mit dem Mainlabor! - „Sundays for Hong Kong“ ist eine Kino-Intervention im Berliner Gropiusbau. Ziel ist es, durch die Präsentation von weniger bekannten, beispielhaften Dokumentar- und Spielfilmen bemerkenswerter Filmemacher*innen aus Hongkong eine Reihe der vielschichtigen Hintergründe von Kultur, Geschichte und Lebenswirklichkeit der früheren britischen Kronkolonie zu beleuchten. Am 03.11. sehen wir den von Ma Chi-Hang 2017 gedrehten Film „Ballad on the Shore“. Die Aufführung findet ab 17 Uhr im Gropiuskino in englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei.

Ballad on the Shore

Aus der Ankündigung

Die Balladen der Fischer*innen gleiten in ihrer freien und monotonen Form auf den Klängen der Wellen dahin. Der Protagonist dieses Films ist einer der wenigen noch lebenden Hongkonger Fischer, die diese Balladen noch singen. Er wurde vor dem Krieg geboren. Keines seiner Kinder hat sich für ein Leben auf dem Meer entschieden, sie wissen noch nicht einmal, dass ihr Vater singt. Der Dokumentarfilm begleitet den alten Fischer vier Jahre lang. Ma Chi-Hang fragt: Wenn das Fischerdorf für den Anfang Hongkongs steht, ist es dann am Ende?

Der Freihafen hat verschiedenste Zeitalter durchlebt, wie zum Beispiel den britischen Kolonialismus oder die Rückgabe an China. Der Ruf nach direkter Demokratie wird immer lauter. Was ist Hongkong und was ist ursprünglich für diesen Ort? Wer singt heute, angesichts verbreiteter Identitätsdiskurse und urbanem Leben, noch die Balladen der Fischer*innen?

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