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17.12.2019, Jamal Tuschick

Am 14. Februar 2017 wird Deniz Yücel (als türkischer Staatsbürger) in Polizeigewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft Istanbul wirft ihm auch Terrorpropaganda vor. Der Vorwurf stützt sich auf ein Interview mit Cemil Bayik. Die türkische Regierung sieht in Bayik das Übel als Kurde, dem Yücel in einem aufwertenden Zusammenhang Raum gab. Für die Behörden ist der Journalist ein verkappter Parteigänger, viel mehr Aktivist als Journalist. In seiner Nachbarschaft entbehrt Hüseyin Avni Mutlu die Freiheit. Als Gouverneur der Provinz Istanbul war Mutlu auch Chef der Schließer im Hochsicherheitsgefängnis Silivri Nr. 9. Nun untersteht er ihrer Aufsicht. Recep Tayyip Erdoğan wirft ihm vor, an dem gescheiterten Putsch von 2016 beteiligt gewesen zu sein. Mutlu balancierte bei der Bekämpfung der Gezi-Proteste zwar auf der Hard Line, als Erdoğan-Gegner erscheint er jedoch kaum der Rede wert. Achtzehn Jahre Haft fordert die türkische Staatsanwaltschaft in ihrer, so der Angeklagte, grottenschlecht formulierten Anklage.

Anhaltspunkte für ein Massaker

Maxim-Gorki-Theaterchefin Shermin Langhoff, hier im Gespräch mit Daniel Bax, verstärkte Deniz Yücels befreiungsaktivistische Heimatfront

Eingebetteter Medieninhalt

Orientalische Schleifen

Als er im April 2016 nach Gaziantep fliegt, geschieht dies auf gut Glück. Deniz Yücel ist nicht akkreditiert zum Schaulaufen der Bundesregierung in Gestalt von Angela Merkel und in Gesellschaft von EU-Ratspräsident Donald Tusk sowie dem zum letzten Mal gastgebenden Ministerpräsidenten Ahmet Davutoğlu.

Erdoğan hat keinen Bock auf Yücel, aber noch werden orientalische Schleifen gewunden. Eine Presse- und Informationsamtlicher aus Ankara flüstert Yücel:

„Ich lese alle Ihre Texte.“

Das, weiß auch Yücel, kann eine Drohung sein, vorgetragen im babylonisch-bürokratischen Salbader. Ein paar Wochen später ist sowieso alles anders. Dem Putschversuch folgt „eine Hexenjagd“.

Erdoğans Partei gewordene Bewegung „für Gerechtigkeit und Aufschwung“ nennt sich „die Tugendhaften“. Ihrem Führer folgen die Parteigänger*innen mit religiöser Leidenschaft. Als ihr Präsident sie in der Putschnacht des 15. Juli 2016 auf die Straßen des Landes rief, kamen sie zuhauf und in Scharen. Das waren Scharen in Schlafanzügen. Sie traten gegen die Panzer der Putschisten und verfluchten die zum Umsturz befohlenen Rekruten, die oft gar nicht wussten, in wessen Namen sie handelten.

Der Präsident nutzt die Gunst der Stunde zum Durchregieren und um die eh ruinierte Gewaltenteilung gegenstandslos zu machen.

Yücel bilanziert „36 Notstandsdekrete, 130000 Entlassungen an Universitäten, in der Justiz und dem gesamten Staatsdienst … Ermittlungsverfahren gegen knapp 170000 Personen, rund 50000 Verhaftungen“.

Das ist ein dünner Auszug. Anders gesagt, Erdoğan startet auf der Rampe des Scheiterns seiner Gegner*innen durch.  

Özlem Topçu

Deniz Yücel ist ständig auf Achse, oft in Begleitung von Özlem Topçu. Die Almancılar touren durch die Republik. Ärger folgt ihnen wie ein Schatten. In der türkisch-syrischen Grenzstadt Akçakale nageln sie einen Provinzfürsten im Gouverneursrang auf einer Pressekonferenz fest. Deutschdirekt verzichten sie auf unterwürfige Grußformeln und treten seiner Bedeutung zu nah. Der Potentat bricht die Konferenz ab, das Respektdefizit dehydriert den großen Mann. Er offenbart seinen Hass, der in Yücels Person einen idealen Gegenstand findet.

Da ist er, der Untergang des Morgenlandes.

Imran Ayata

Links der Künstler als junger KampagnerImran Ayata unterstützte Deniz Yücel die ganze Zeit. Rechts neben Ayata: Neco Çelik und Nora Haakh.

Demokratie in Agonie

Er kommt als Thesengott von der taz und der Jungle World und soll nun als Investigativer das konservative Welt-Publikum bedienen. Den Spaß kenne ich. Ich habe lange gleichzeitig für die junge welt und die Welt geschrieben und den Spagat zwischen einem pseudo-gediegenen Verlautbarungsstil und alternativer Rumpelpumpelprosa genossen. Auch Deniz Yücel erspart sich die Zuspitzung des Widerspruchs. Er ist ständig auf Achse, oft in Begleitung von Özlem Topçu, die aus einem Sabbatical rausgerissen wurde, in einer Not der Zeit, die in Istanbul keine Korrespondentin mehr am Start hat und deshalb Topçu in die Pflicht der kritischen Berichterstattung über eine Demokratie in Agonie nimmt.

Deniz Yücel, „Agentterrorist - Eine Geschichte über Freiheit und Freundschaft, Demokratie und Nichtsodemokratie“, Kiepenheuer & Witsch, 394 Seiten, 22,-

Ein Traum wird wahr

Ausgerechnet der von den taz-Genossen ständig angestoßene „Welt“-Vize-Chefredakteur Ulf Poschardt bietet sich als Erfüllungsgehilfe eines Yücel’schen Traums an. Er macht den vom Glück in den Himmel Gehobenen zum Korrespondenten in Istanbul. Yücel schildert die Bosporusagglomeration als „Sehnsuchtsort … vieler Deutschtürken“. Er selbst kam mit der türkischen Staatsbürgerschaft* zur Welt und behielt sie zu seinem Nachteil, wie sich schließlich herausstellte.

Doch ist das nicht absehbar, als sich Yücel vom türkischen Wehrdienst freikauft, um unangefochten in der Türkei leben zu können. Aber was heißt schon unangefochten:

„Nicht erst seit Erdoğan droht in der Türkei jedem Journalisten, der seine Sache gut macht, Verhaftung oder gar Schlimmeres.“

Halbe Verhaftung

Die Almancılar touren durch die Republik. Ärger folgt ihnen wie ein Schatten. In der türkisch-syrischen Grenzstadt Akçakale nageln sie einen Provinzfürsten im Gouverneursrang auf einer Pressekonferenz fest. Deutschdirekt verzichten sie auf unterwürfige Grußformeln und treten seiner Bedeutung zu nah. Der Potentat bricht die Konferenz ab, das Respektdefizit dehydriert den großen Mann. Er offenbart seinen Hass, der in Yücels Person einen idealen Gegenstand findet.

Da ist er, der Untergang des Morgenlandes. 

Der Untergangsapostel wird angezeigt, aber nicht so richtig verhaftet. Man legt ihm die erkennungsdienstliche Schnur um den Hals, zieht aber nicht zu.

Can Dündar schaltet sich ein. Er twittert Ironie und kreiert ein Hashtag, der durch die Decke geht und zum Stimulator der außerparlamentarischen Viral-Opposition wird. Das ist Rock’n’Roll in einer Diktatur.

Der 1961 in Ankara geborene Dündar berichtete im Sommer 2015 in der Istanbuler Tageszeitung Cumhuriyet unter der Überschrift „Hier sind die Waffen, die Erdoğan leugnet“ über einen türkischen Geheimdienst-Lieferando.

Mörser statt Mozarella

Beliefert wurden islamistische Milizen mit Munition. Offenbar ohne Beanstandungen. Man legt Dündar den Verrat von Staatsgeheimnissen zur Last. 

„Zur Debatte stehen zweimal lebenslänglich; nach altem Strafrecht ein Todesurteil.“ 

Der Verfemte über seine Zeit im Gefängnis: sie bot Raum für einen digitalen Detox.   

...

Ich höre Istanbul, meine Augen geschlossen.

In der Höhe die Schreie der Vögel,

Die in Scharen fliegen.

Die großen Fischernetze werden eingezogen,

Die Füße einer Frau berühren das Wasser.

Ich höre Istanbul, meine Augen geschlossen.

...

Orhan Veli

Im Widerstand der Worte

Wieder geht es um einen Ausweis*, diesmal um den Akkreditierungsnachweis für ausländische Journalist*innen. Vergeben wird das Erlaubnispapier vom „Presse- und Informationsamt, eine dem Ministerpräsidenten unterstellte Behörde“.

*Siehe türkische Staatsbürgerschaft

Man hält nicht nur Topçu und Yücel hin, sondern auch den Kollegen Hasnain Kazim. Kazim wird später eine interessante Begründung für die Verschleppungspraxis liefern:

„Ich habe mehrfach von türkischen Oppositionspolitikern gehört, die Regierung traue sich nur deshalb, so mit uns umzugehen, weil sie denke, wir wären keine richtigen Deutschen, und daher spekuliere, die Bundesregierung werde sich letztlich nicht konsequent für uns einsetzen.“

Dazu bald mehr.

Jetzt nur noch so viel. Rasch avanciert Yücel vom Berichterstatter zum Gegenstand der Berichterstattung.

Yücel wird zum Coverstar regierungsnaher Periodika.  

Die deutsche Botschaft rät zur Ausreise.

Wissen Sie mehr als ich? fragt der Gewarnte dem Sinn nach.

Botschafter Martin Erdmann hält sich bedeckt und schirmt sich ab mit den weichen Formulierungen der Diplomatie. Die Warnung stuft Erdmann herunter zu einer „Empfehlung aus Fürsorge“. Doch schon heißt es aus der deutschen Hauptstadt:

„Bitte sofort nach Berlin kommen.“

Cool bleiben

Eingebetteter Medieninhalt

Am 14. Februar 2017 wird Deniz Yücel (als türkischer Staatsbürger) in Polizeigewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft Istanbul wirft ihm auch Terrorpropaganda vor. Der Vorwurf stützt sich auf ein Interview mit Cemil Bayik. Die türkische Regierung sieht in Bayik das Übel als Kurde, dem Yücel in einem aufwertenden Zusammenhang Raum gab. Für die Behörden ist der Journalist ein verkappter Parteigänger, viel mehr Aktivist als Journalist. In seiner Nachbarschaft entbehrt Hüseyin Avni Mutlu die Freiheit. Als Gouverneur der Provinz Istanbul war Mutlu auch Chef der Schließer im Hochsicherheitsgefängnis Silivri Nr. 9. Nun untersteht er ihrer Aufsicht. Recep Tayyip Erdoğan wirft ihm vor, an dem gescheiterten Putsch von 2016 beteiligt gewesen zu sein. Mutlu balancierte bei der Bekämpfung der Gezi-Proteste zwar auf der Hard Line, als Erdoğan-Gegner erscheint er jedoch kaum der Rede wert.

Achtzehn Jahre Haft fordert die türkische Staatsanwaltschaft in ihrer, so der Angeklagte, grottenschlecht formulierten Anklage.

Yücel besitzt bereits Sitzroutine, als ihn der Hammer von Amts wegen trifft. Oft schmuggelt er Notizen aus seiner Zelle, und zwar stets so, dass „die Aufseher die Dinge (sehen), aber nicht (verstehen)“. Nur einmal versagt die Vorsicht, bei einer Leibesvisitation wird ein Zettel gefunden. Yücel rät sich selbst: „Du musst cool bleiben, unbedingt cool bleiben.“

Das verträgt sich ungemein schlecht mit dem unendlich poetischen Liebestürkisch. Gegen das Türkisch der Liebe ist Deutsch (egal in welchem Kontext) eine komplex gebundene Unzulänglichkeit. Wichtig ist nur, dass seine Frau Dilek Mayatürk begreift, warum sich Yücel weder von Erdoğan noch von der Bundesregierung instrumentalisieren lassen will. „Und Dilek? Sie sagt gar nichts. Schweigend legt sie die Hand auf die mit Fingerabdrücken verschmierte Trennscheibe.“

Natürlich sagt Dilek im Übrigen jede Menge. Zum Beispiel erzählt sie dem überregional kursierenden Periodikum Cumhuriyet: „Sie wissen, wie viele Fingerabdrücke auf den Glasscheiben sind, die uns von unseren Liebsten trennen. Die Fingerabdrücke, das sind wir.“

Selbstverständlich kapiert Dilek, warum Yücel auf stur schaltet. So entgeht er dem Schicksal eines politischen Spielballs. Er muss das Gesetz des Handels nach Kräften für sich reklamieren. (Leicht ist das nicht, auch wenn der Häftling auf dem Weg der Weisheit - wie vor ihm Nâzım Hikmet - begreift, dass die Gefangenschaft auf einer keinesfalls erstrebenswerten Metaebene ungeahnte Kräfte freisetzt.)  

„Es geht nicht darum, gefangen zu sein. Sondern darum, sich nicht zu ergeben. Nâzım Hikmet

„Ich verstehe, mein Herz“, sagt (Dilek). „Ich verstehe dich.“

Links Jörg Sundermeier

Der Verbrecherverlagschef engagierte sich im Deniz-Yücel-Freundeskreis. Sie sehen Sundermeier neben seinem Autor Enno Stahl.

Nie habe sich ein Termin schneller fixen lassen, meldete Mely Kiyak im Kreuzberger Festsaal. Alle wollten dabei sein. Auf sich aufmerksam machten die Jungle World, Welt, taz, Edition Nautilus und Jörg Sundermeiers Verbrecher Verlag. Auf der Bühne ergänzten sich Michel Friedmann, Imran Ayata, Daniel-Dylan Böhmer, Doris Akrap, Maxim Biller, Matthias Lilienthal, Jens Friebe, Oliver Polak, Sven Regener, Andreas Rüttenauer, Margarete Stokowski und Özlem Topcu. Jan Böhmermann und Robert Stadlober beteiligten sich im Zuschaltmodus.

Das verlorene Dosenbierglück von Istanbul 

Jan Böhmermann spricht mit Bruch in der Stimme vom Mitgefühl: als im Ernst dilettierender Satiriker. Zwei Tage später kommt Deniz Yücel frei. Er soll auf der Stelle die Türkei verlassen, die Bundesregierung „schickt ein Flugzeug“.

Yücel sträubt sich. Er hat zwei Jahre in Istanbul gelebt und will da nicht einfach alles stehen und liegen lassen, um halbwegs präsidial zwischen grata und non grata als zum Symbol gewordene Person sowie als Staatsgefangener in (temporärer) Freiheit nach dem Willen von Staatsdienern zu fluktuieren.   

Er will sein Privatleben zurück – den Zivilistenstatus des Kulturpartisanen.

Während Yücel zum Fluidum verdichteter Intellektualität und oppositioneller Prominenz im Knast beiträgt, bemühen sich in Deutschland viele um seine Freilassung. In Berlin begeht ein befreiungsaktivistischer Freundeskreis den ersten Jahrestag der Verhaftung am 14. Februar 2018 öffentlichkeitswirksam auch mit „roten Ballonherzen“. Einem FreeDeniz-Autocorso folgt ein Solidaritätsabend im Festsaal Kreuzberg.

Nie habe sich ein Termin schneller fixen lassen, meldet Mely Kiyak. Alle wollen dabei sein. Auf sich aufmerksam machen die Jungle World, Welt, taz, Edition Nautilus und der Verbrecher Verlag. Auf der Bühne ergänzen sich Michel Friedmann, Imran Ayata, Daniel-Dylan Böhmer, Doris Akrap, Maxim Biller, Matthias Lilienthal, Jens Friebe, Oliver Polak, Sven Regener, Andreas Rüttenauer, Margarete Stokowski und Özlem Topcu. Jan Böhmermann und Robert Stadlober beteiligten sich im Zuschaltmodus.

Deniz‘ Familienname wird gerade vom Volksmund geschluckt. Der taz-Linke bei der „Welt“ ist bereits unser ¡No-pasarán!-Deniz, Deniz der Pressefreiheit und sowieso der Deniz diverser deutsch/kurdisch/türkischer Freundschaften. Yücel fungiert als Deniz für Nachweise repressiver Toleranz in tückisch mutierenden Demokratien, die sich querstellen wie Tanker in verhangenen Hochseemanövern. Niemand hat damit gerechnet, dass Recep Tayyip Erdoğan so ungebremst vorankommt bei seiner Umwandlung der laizistischen Türkei in eine gleichgeschaltete Gesellschaft.

Friedman ermahnt den türkischen Staatschef in direkter Ansprache. Er stellt fest:

„Einige zahlen einen hohen Preis für die Freiheit des Gedankens.“

Mehmet Yılmaz spielte den wütenden Künstler. Seine Mittel lieferte ihm die Repression, das war der Witz. „Voicing Resistance“ heißt die Reihe in der Mely Kiyaks „Aufstand“ über die Bühne ging … Mely Kiyak schickt in dieser Konstellation Konflikte durch Filter eines an sich laborierenden Ichs. Ja, Bênav war im Gezi-Park, doch passte ihm da kein Wir. Er hätte nur bei Leuten mitmachen können, die ihn schon einmal mit einer ethnischen Begründung ausgeschlossen haben. Das wäre nicht das Richtige gewesen – mit den Falschen gemeinsam Angst zu haben. Bênav exponiert die Angst: „Du gehst raus und hast Angst.” Er fürchtet: „Rümbrüllen, das sieht doch nicht aus.”

Bênav sagt: „Erinnern ist Widerstand.“

Die Macht der Täter äußert sich im Schweigen ihrer Opfer.  

Rechts außen sehen Sie die ebenfalls engagierte Margarete Stokowski im Gespräch mit Emilia Smechowski 

Voicing Resistance

Die Gezi-Proteste gaben Yücel ein neues Istanbulgefühl. Doch das Dosenbierglück in den Stadtparks ist zum Zeitpunkt seiner Freilassung längst eine Angelegenheit von temps perdu.

Ich denke an Mely Kiyaks „Aufstand“. Das füllt eine ausgesparte Stelle in Yücels Bericht. 

Ein Mann steht im Nebel und erzählt von Tränengasattacken auf dem Taksim-Platz und im Gezi-Park. Er weiß, Wasser hilft nicht gegen Gas. Er hält Zitronen in Reserve, in Istanbul hielt er es nicht lange aus. Seine Heimat liegt am Tigris, Dicle sagt man in Diyarbakır zu einem Fluss im Zweistromland. Der Mann ist türkischer Lehrer bis halbeins und kurdischer Künstler am Nachmittag. Wären seine Urgroßeltern Armenier gewesen, würde ihn Frankreich als Künstler vielleicht feiern. Er kann sich aber nicht schick machen in der Diaspora. In Diyarbakır ist für eine kurdische Identität noch alles da.

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