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13.01.2020, Jamal Tuschick

#Internetanonymitätabschaffen

Weiter im Streit für eine Klarnamenpflicht im Internet. Nach Wolfgang Schäuble spricht sich nun auch Susanne Gaschke für das Ende des Grauens aus, dass mit anonymen Frauenhassern und rassistischen Trolle verbunden ist. Eine Klarnamenpflicht würde nebenbei alle extremistischen Gewalthuber, die anonym ihre Hassbotschaften verbreiten, aus dem viralen Untergrund holen.

Anonyme Misogyne

In unserer Gesellschaft kann sich jeder offen äußern. Es ist ein Gebot der Demokratie für seine Überzeugungen mit seinem Namen gerade zu stehen. Deshalb unterstützt das Mainlabor den Kampf gegen den anonymen Hass im Netz als einer hoffentlich bald verbotenen Spielart der Gewalt.

"Frauen werden im Internet mit beispielloser Brutalität angegriffen, oft in sexualisierter Form. Auch das kann dazu führen, dass sie sich gar nicht erst in die Politik trauen. Wir brauchen deshalb eine Klarnamenpflicht im digitalen Raum."

Das fordert nun auch Susanne Gaschke

Gaschke weiter:

"Plausibel scheint allerdings, dass Frauen anders angegriffen werden als Männer: dass sie besonders oft in sexualisierter Form geschmäht („Fotze“), mit sexueller Gewalt bedroht („Man sollte dich vergewaltigen“) oder als psychisch unzurechnungsfähig („krank, irre“) dargestellt werden. All das entspricht dem klassischen misogynen Repertoire, mit dem sich Feministinnen seit dem 19. Jahrhundert auseinandersetzen. So weit, so schlecht. Aber wie ändert man das?"

Quelle: hier

"Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) fordert, dass Nutzer sich nur namentlich kenntlich auf den sozialen Plattformen bewegen dürfen. 'Ich bin für eine Klarnamenpflicht in den sozialen Netzwerken und unterstütze alle Vorschläge der Bundesjustizministerin, um Regeln und Transparenz auch in der digitalen Welt durchzusetzen', sagte Schäuble der Bild am Sonntag."

Quelle: hier

Beispiel für anonymen Rassismus-Hass im Netz:

"

indiebookday – na prost

was steht denn wohl drin

in die books in germany

marketingpidgin denglish

das mordswordmonster

allinkl pinkeldinkelapplicat

dem multikultigehechselten

kulturrevolution an den hals

countryniggers as a cuss

u bloody stummelschwanz

all inclusive fuck u can reach"

Weil wir gerade anonymen Hass im Netz diskutieren. Hier ein passendes Beispiel für rassistische, menschheitsfeindliche Lyrik:

"die mission

oder wie der bürger mitgenommen wird der für seelen in not kerzen anzündet

 

von einem schlauchboot in seenot gerettete...

von unserer stolzen bundesmarine

das ist der sommerhit

ein schlauchboot

in seenot

gerettettet

an einem strang gezogen

in den sicheren hafen der ehre gelenlenkt

schiffe versensenkt

schlepper festgesetzt ätzt

besser wärs andersrum

sonst sind’s mehr schlepper die bleiben müssen als geflüchtete die dürfen

unter den leistungserschleichern diesmal keine balkanzigeuner

auch keine kurden armenier assyrer aramäer aus syrien

gerettet nur zahlende neger und ein paar schwarzfahrende berber

ina müller mit tocotronic singen den shanty dazu

hooray und auf gehts wieder

zum lebensmittelgutscheinball

schwager edeka reibt sich schon die hände

und der backpacker die augen

warum schwarze in deutschland

fahrscheine zum vorzugspreis anbieten können

den verwaltungsaufwand lassen wir uns doch was kosten

damit die schmarotzer nicht unser gutes bares in die finger kriegen

dann schon besser ein gediegenes deutsches nepperkonsortium zockt ab ..."

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