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23.01.2020, Jamal Tuschick

„Wir sind Anonymous. Wir sind Legion. Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht. Rechnet mit uns.“

Rächer am Rechner

Troll-Vandalen

Sie kennen keine Gesetze. Sie hacken sich durch ihre Heimat.

Ihre Heimat ist das Internet. Da kursieren sie als gnadenlose Rächer.

Ihr Motto lautet:

„Wir sind Anonymous. Wir sind Legion. Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht. Rechnet mit uns.“

Tausende schließen sich in der Anonymität des Darknets zu Infiltrationsschwärmen zusammen. Jedenfalls behaupten das   

Ole Reißmann, Christian Stöcker, Konrad Lischka

in ihrem Handbuch

„Anonymous. Die Maske des Protests. Wer sie sind, was sie antreibt, was sie wollen“, Goldmann, eBook 7.99,-

Hit & Run viral

Schrankenlose Freiheit und Gerechtigkeit sind zwei Schlüsselbegriffe im Anonymous-Kosmos. Ich kann ihn mir dessen Gestalt nicht vorstellen. Ich gewinne keine Idee davon, wie er sich konstituiert, obwohl ich, wie viele, seit Jahren den Anonymous-Aktivismus registriere. Anonymous vereint Web-Guerilla & Spaßkultur mit moralischen und freiheitspolitischen Hardliner-Interventionen. So die Autoren. Hinter einer der vielen A-Masken könnten Protagonist*innen des Zeitgeschehens ihre Sichtbarkeit temporär gegen Anonymität eintauschen. Man taucht auf und ab: schlägt zu und verkrümelt sich in den Labyrinthen vernetzter Intelligenz auf voroffiziellen Kommunikationsplattformen. Politische Prozeduren werden mit überlegener Technik ausgehebelt.

Die Autoren klassifizieren A-Aktivist*innen als „Jedi-Ritter des Internets“. Das Star Wars-Personal nähert sich seiner Gegenwart. Es trifft Entscheidungen in versteckten Chat-Räumen.

Die Autoren klassifizieren A-Aktivist*innen als „Jedi-Ritter des Internets“. Das Star Wars-Personal nähert sich seiner Gegenwart. Es trifft Entscheidungen in versteckten Chat-Räumen.

„Genialität und Grauen“

Die Autoren nennen Anlaufadressen. Zugleich warnen sie davor, da vorstellig zu werden. Sie schildern einen virtuellen Raum voller „Genialität und Grauen“. Sie sprechen von einer „Brutstätte … ansteckender Ideen“.

Sie stellen entscheidende Akteure vor, die sich selbst womöglich als Staatsgründer*innen verstehen.

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