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27.01.2020, Jamal Tuschick

Zugespitzte Vermutungen über weitere Bewegungen der Poetologie

Die neue Sprache des Virtuellen - Ein Beitrag von Şafak Sarıçiçek

1.

Vergangenheit und ihre lyrischen Archivare.

Gegenwart und ihre lyrischen Archivare.

Lyrik - Archivare der Zukunft im Heute.

Übergänge sind da und fließend…

2.

Sowie PoetInnen die Vergangenheit Gegenwart und Zukunft transzendieren: Indem sie auf die primordialen Erfahrungen, die Essenzen zurückgreifen, darauf bauen. Image bei Pound, Traum Unterbewusstsein Automatisches Schreiben bei den Surrealisten etc.

3.

Die poetologische Mode ist Gegenwart, in die Zukunft transzendieren wollend.

Die Zukunft ist, so eine zugespitzte Vermutung, der Computer die Informatik das Virtuelle.

Die Sprache dieser Zukunft, so eine zugespitzte Vermutung ist Englisch, weil sie in ihrem Zukunftsfundament heute Englisch ist. Deutsch ist nicht die Zukunftssprache des Computers der Informatik des Virtuellen.

4.

Konsequenz für die deutschsprachige Lyrik-Gesamtheit. In die Zukunft transzendieren kann sie nur als Symbiont als Mischpoetik mit dem Englischen. Außer die reellen Gegebenheiten nehmen einen anderen unwahrscheinlicheren Verlauf.

5.

Zugespitzte Spekulation, ausgehend von dem Zukunftsfundament heute, dass die deutschsprachige Lyrik noch mehr Nische wird als heute, bis beinahe obsolet, außer sie mutiert in die Interdisziplinarität, also Video Musik Virtuelle Wirklichkeit und bisher noch nicht Denkbares oder eben Bedeutungsverlust in der Zukunft. Alternativ schafft sie sich eine an die deutsche Sprache angelehnte Computer - Informatik – Virtualität, eine neue Sprache der Poetologie.

6.

Andere Lösung: Auf die essentiellen menschlichen Erfahrungen zurückgreifen, die Vergangenheit Gegenwart Zukunft transzendieren. Das wird eine große Herausforderung darstellen. Aber Poesie ist Herausforderung.

7.

Es stellt sich der größere Bedeutungszusammenhang wieder und wieder, was will Lyrik.

8.

Ich behaupte zugespitzt: alles.

Quintessenz des Menschseins transportieren und ausdrücken von Vergangenheit und Zukunft und von Vergangenheit in die Zukunft.

9.

Ich vermute zugespitzt, in der Zukunft gibt es eine Nische der Nische der Quintessenzbewahrer der lyrischen Sprache und eine größere Nische der neuen (ans Deutsche angelehnte) Computer – Informatik- Virtualität – Poetologie sowie eine ebenfalls große Nische des Abklatsches vom Englischen – all das in einer sehr starken Gesamtnischenexistenz der Lyrik am Rande des Obsoleten. Prosa wird stärker dem Virtuellen Sog standhalten.

10.

Aber es kann natürlich alles anders kommen, abhängend von den wirklichen Gegebenheitsentwicklungen.

11.

Aber jetzt schon ist es wohl erforderlich, eine neue Sprache der Zukunft zu schaffen, was früher die Sprache der Maschinen war und jetzt die Sprache des Webs des Virtuellen des Computerbewusstseins ist.

Und weiter daneben eine Quintessenz-Entwicklung zu finden, die von der Vergangenheit in diese noch ungewisse Entwicklung, in die Zukunft transzendiert, die gesamtmenschliche Erfahrung erfassend.

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