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03.03.2020, Jamal Tuschick

Das Mainlabor freut sich auf den Roman von Ivana Sajko. Hier schon mal die Verlagsankündigung

Liebe Leserinnen und Leser, heute erscheint der »Familienroman«, das zweite Buch der kroatischen Autorin Ivana Sajko, das wir herausbringen dürfen, kongenial übersetzt von Alida Bremer. Nach dem »Liebesroman« (2017), der mit dem Internationalen Literaturpreis des Haus der Kulturen des Welt ausgezeichnet wurde, haben wir es erneut mit einer großen Erzählung zu tun - die einer kleinen Familie und eines ganzen Kontinents.

Vier Generationen und eine Erzählerin, die sich den Tücken der Erinnerung stellt.
Ivana Sajko erzählt vom Partisanenkampf im Zweiten Weltkrieg, von der Titozeit und vom Himmel über Zagreb, vom letzten Krieg in Europa und von Liebe und Tod.
Ratlosigkeit und Hoffnung wechseln sich ab mit Idealismus und Enttäuschung, das Private kreuzt das Öffentliche, die Geschichte einer kleinen Familie die große Geschichte unseres Kontinents.

 
Zu den Jahrestagen der Revolution marschiert die Freiheit barfuß durch die Stadt und winkt mit roten Nelken. Dann ersetzt sie die Nelken durch Bücher. Später die Bücher durch Werkzeuge. Und dann die Werkzeuge durch Waffen. Und jetzt winkt sie nicht mehr, sondern sie schießt. So hat sie es versprochen. Die Freiheit stirbt jung, deshalb blutet sie ununterbrochen. Jemand muss die Spuren wegwischen, die auf die vollgeschriebenen Seiten tropfen und zu den Seitenrändern fließen. Vielmehr muss ununterbrochen jemand kontrollieren, ob vielleicht etwas zwischen die Zeilen geraten ist. Kurzum, jemand muss ausgesprochen aufmerksam lesen.

Ivana Sajko (geboren 1975 in Zagreb, Kroatien) ist Autorin, Regisseurin, Performerin, Mitgründerin der Theatergruppe »BAD co.« und Redaktionsmitglied des Kunstmagazins »Frakcija«. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehört die Chevalier de l‘ordre des Arts et Lettres. Auf Deutsch erschienen bisher »Rio Bar«, »Archetyp: Medea. Bombenfrau. Europa«, »Trilogie des Ungehorsams« und »Auf dem Weg zum Wahnsinn (und zur Revolution)«. 2018 wurde sie für »Liebesroman« mit dem Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt ausgezeichnet.

(c) Hassan Abdelghani

Alida Bremer wurde 1959 in Split/Kroatien geboren. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Romanistik, Slawistik und Germanistik und promovierte im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft. Sie übersetzte zahlreiche Romane, Theaterstücke, Essays, Gedicht- und Erzählbände aus dem Kroatischen ins Deutsche; sie schreibt in deutscher und kroatischer Sprache und lebt als freie Übersetzerin und Autorin in Münster. Für Voland & Quist übersetzte sie Bücher von Edo Popović, Roman Simić und Ivana Sajko.Für »Liebesroman« wurde sie als Übersetzerin mit dem Internationalen Literaturpreis 2018 des Hauses der Kulturen der Welt ausgezeichnet.

Alida Bremer (c) Carola Loeser

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