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12.04.2020, Jamal Tuschick

1942 schrieb Schalom Ben-Chorin diese Zeilen. „Das Zeichen“ nannte er es, als sich die Schreckenmeldungen über den Krieg und die Vernichtung jüdischer Menschen häuften. Er war 1935 aus Nazi-Deutschland geflohen. Wenn er sich ... 

Niemals aufgeben

Marlis Cavallaros Ostergruß

Mit dem Text des jüdischen Friedensliedes von Ben Chorim, (einer meiner liebsten Songs), sende ich Ostergrüße an Alle. Egal welchen Glaubens oder Nichtglaubens - für alle gilt: das Leben und sein Sinn in sich selber, seine Kraft und Macht, aus dem winzigsten Keim immer neu zu blühen, bleibt unbesiegbar - ALSO NIEMALS AUFGEBEN.

Leider fand ich keine überzeugende Aufnahme des "Mandelzweiges" im Internet - es ist ja weder ein "Kirchenlied" noch ein Schrammel-Wanderlied, und sollte m.E. auch nicht wie eine Opern-Arie mit narzisstisch ausgefahrener Superstimme geschmettert werden - das waren die auffindbaren Versionen. Ich sollte es vielleicht mal selber einsingen.
1942 schrieb Schalom Ben-Chorin diese Zeilen. „Das Zeichen“ nannte er es, als sich die Schreckenmeldungen über den Krieg und die Vernichtung jüdischer Menschen häuften. Er war 1935 aus Nazi-Deutschland geflohen. Wenn er sich hoffnungslos fühlte, tröstete ihn im Frühlingsanfang das Erblühen des Mandelbaums, mitten in einer noch fast winterlichen Natur.

Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,

ist das nicht in Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht verging, so viel Blut auch schreit,

achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.

Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.

Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,

das bleibt mir ein Fingerzeig für des Lebens Sieg".

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