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10.01.2021, Jamal Tuschick

Why we matter

Betreff: Ein Buch, das uns die Augen öffnet: Emilia Roig fordert in "WHY WE MATTER" eine radikale Solidarität

Emilia Roig © Jamal Texas Tuschick

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir kennen Rassismus, Homophobie, Behindertenfeindlichkeit, Transfeidlichkeit und vieles andere mehr – und viele von uns empfinden darüber eine manchmal hilflose Wut, denn gerade aktuell scheinen die Gräben durch die Gesellschaft tief, unsere Welt so polarisiert wie nie und die Überwindung dieser Gräben in weiter Ferne. Die einen halten erbittert an etablierten Machtstrukturen fest, die anderen kämpfen in einem immer sichtbarer werdenden Widerstand dagegen an. Die Autorin und Gründerin und Direktorin des Center for Intersectional Justice (CIJ) Emilia Roig untersucht in ihrem neuen Buch „Why we matter. Das Ende der Unterdrückung“ die angesprochenen Konfliktlinien und zeigt auf, dass der für uns alle nötige Transformationsprozess nur durch eines herbeigeführt werden kann: durch eine radikale Solidarität und Gleichberechtigung aller.

Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime die von weißen Frauen? Und weiße Frauen die von männlichen Muslimen? Die Aktivistin und Politologin Emilia Roig zeigt – auch anhand der Geschichte ihrer eigenen Familie, in der wie unter einem Brennglas Rassismus und Black Pride, Antisemitismus und Ausschwitz, Homophobie und Queerness, Patriarchat und Feminismus aufeinanderprallen –, wie sich Rassismus im Alltag mit anderen Arten der Diskriminierung überschneidet. Ob auf der Straße, an der Uni oder im Gerichtssaal: Roig schafft ein neues Bewusstsein dafür, wie Zustände, die wir für „normal“ halten – die Bevorzugung der Ehe, des männlichen Körpers in der Medizin oder den Kanon klassischer Kultur – historisch gewachsen sind. Und dass unsere Welt eine ganzandere sein könnte. So wagt sich Roig mit ihrem Buch an die wichtigsten und größten Fragen unserer Zeit, schärft den Blick der Leser*innen und zeigt Wege, Alltagsdiskriminierung zu überwinden.

ZUR AUTORIN: Dr. Emilia Zenzile Roig (*1983) ist Gründerin und Direktorin des Center for Intersectional Justice (CIJ) in Berlin. Sie promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Science Po Lyon. Emilia Roig lehrte in Deutschland, Frankreich und den USA Intersektionalität, Critical Race Theory und Postkoloniale Studien sowie Völkerrecht und Europarecht. Sie hält europaweit Keynotes und Vorträge zu den Themen Intersektionalität, Feminismus, Rassismus, Diskriminierung, Vielfalt und Inklusion und ist Autorin zahlreicher Publikationen auf Deutsch, Englisch und Französisch.

„Why we matter“ erscheint am 15. Februar 2021. Gerne sende ich Ihnen schon jetzt das elektronische Manuskript zu und trage Ihnen auf Wunsch ein Rezensionsexemplar ein. Natürlich steht Emilia Roig auch für Interviews zur Verfügung – sprechen Sie mich bei Interesse gerne an, ich vermittele dann umgehend einen Termin.