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14.01.2021, Jamal Tuschick

Vorsätzliche Regression

„Es sind meine Kinder, sagte ich. Sie gehören zu mir.“ 
Das behauptet Rachel Cusks unverblümt autobiografisches Erzähl-Ich.

„In der griechischen Tragödie beschwört die Leugnung des biologischen Schicksals eine Veränderung herauf, die den Tod bedeutet, und einen Tod, der Veränderung ist. Die rachsüchtige Mutter, der selbstische Vater, die pervertierte Familie, das mordende Kind – alles nur blutige Wege zur Demokratie.“

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Morris erzwingt das Begreifen eines schlichten Zusammenhangs: Die Art, wie wir unsere Bedürfnisse befriedigen, bestimmt unseren Gesellschaftsbegriff. Freibeuter*innen waren so egalitär wie gewalttätig. Archaische Agrargemeinschaften waren hierarchisch in einem Regime der Gewaltvermeidung, zumindest der Vermeidung ungeregelter Gewalt. Auf einem Gipfel brutaler Ungleichheit setzen wir Verbrenner*innen auf gewaltarme Gleichheit.

Gestern sprachen wir über Ian Morris. Eine seiner Thesen lautet: Die Energie, die uns nach vorn bringt, bestimmt unsere Moralvorstellungen. Morris unterscheidet zwischen Wildbeuter*innen und bäurischen Gemeinschaften, um sie von den Nutzer*innen fossiler Brennstoffe zu trennen. So filtert er die letzten zwanzigtausend Jahre.  

Morris erzwingt das Begreifen eines schlichten Zusammenhangs: Die Art, wie wir unsere Bedürfnisse befriedigen, bestimmt unseren Gesellschaftsbegriff. Freibeuter*innen waren so egalitär wie gewalttätig. Archaische Agrargemeinschaften waren hierarchisch in einem Regime der Gewaltvermeidung, zumindest der Vermeidung ungeregelter Gewalt. Auf einem Gipfel brutaler Ungleichheit setzen wir Verbrenner*innen  auf gewaltarme Gleichheit. 

Während Claire in Oxford zum ersten Mal den Pilgerweg der gesegneten Zeit ging, aaste ich in Princeton, frei von allen Komplikationen, die sich aus Schuldgefühlen ergeben können. Mein Egoismus orientierte sich an meinem Vater. Er hatte eine Genspur durch Europa und den Nahen Osten gelegt. Er verstand sich nicht zwanghaft als Versorger, obwohl er, ohne Anzeichen von Widerwillen, seine Ölmillionen in alle möglichen Familiennester pumpte. Er begrüßte Arrangements, in denen zwischen den Müttern seiner Kinder und ihm ein Mann geschaltet war, der bis drei zählen konnte. Er fürchtete eine Unmittelbarkeit, die ihre Schicksalhaftigkeit gewiss auch aus seiner Omnipotenz bezog. Hätte mein Vater ein geringeres Volumen gehabt, wäre keine auf die Idee gekommen, seiner Erzeugerrolle den Glanz monarchischer Herrlichkeit zu geben.   
Ich will jetzt nicht von meinem Vater anfangen, sonst sitzen wir morgen noch hier, sondern von all den Studierenden, die es in Amerika auf mich abgesehen hatten. Da fällt mir ein, dass ich in einem Roman von Rachel Cusk eine korrespondierende Beobachtung gefunden habe.
„Es sind meine Kinder, sagte ich. Sie gehören zu mir.“
Das sagt Cusks unverblümt autobiografisches Erzähl-Ich in „Danach - Über Ehe und Trennung“, aus dem Englischen von Eva Bonné, Suhrkamp, 187 Seiten, 22,-

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„In der griechischen Tragödie beschwört die Leugnung des biologischen Schicksals eine Veränderung herauf, die den Tod bedeutet, und einen Tod, der Veränderung ist. Die rachsüchtige Mutter, der selbstische Vater, die pervertierte Familie, das mordende Kind – alles nur blutige Wege zur Demokratie.“

Einer kommt, einer geht. Das ist das Gesetz der Wüste. Was passiert, wenn man die ursprünglichste Ordnung ignoriert?
Dann verkehren sich die Dinge und werden absurd. Alte Professoren tragen verschieden grellfarbige Socken, um Jugendlichkeit am Schweißfuß ihrer Schusseligkeit zu beweisen. Kann es etwas Unangenehmeres geben als vorsätzliche Regression?

Ein paar Gedanken zu Cusks Roman Damals:

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Devon bezeichnet eine englische Grafschaft und eine erdgeschichtliche Epoche. In geologischen Formationen setzen sich in diesem Landstrich Sedimentschichten besonders anschaulich voneinander ab. Manche Stellen rosten dramatisch. Gleichzeitig hat man malerische Kleckse in Endmoränenschründen. Arthur Conan Doyle kolorierte seinen „Hund von Baskerville“ mit Devon-Dartmoor-Farben. Die Cusk’sche Rumpfgemeinschaft quert die Heide. Rachel fährt sich und ihre Töchter zu einem Quartier nahe einer Ferienkoppel. Die Pensionswirtin kreuzt als schwer an sich selbst tragende, bramarbasiere Hexe auf. Sie behauptet, Romane unter Pseudonym zu schreiben. Anders gesagt, die Erholung fällt für Cusk aus.

Rachel Cusk, „Danach - Über Ehe und Trennung“, aus dem Englischen von Eva Bonné, Suhrkamp, 187 Seiten, 22,-

Es gibt keine Erlösung, seit die Ehe hin ist. In der posttraumatischen Belastungszeit misslingt oft genug das kleine Glück am Küchentisch. Cusk rumort im Leben ihrer Töchter. Da sucht sie die Normalität, die ihren Kindern genommen wurde.

Und dann gleich wieder die Hexe. „Sie schockiert ihr Umfeld mit dem Wunsch zu leben.“

Wieder ein schöner Satz, sieht man von Umfeld ab. Offenbar erwarten andere, dass sie sich verkriecht und in einer schlecht einsehbaren Ecke „diskret verrottet“. Cusk wähnt die Wirtin im Furor „eines selbstmörderischen Akts der Rebellion“. (Wieso selbstmörderisch?) Sie habe gelernt, „die Empörung und Missbilligung (anderer) zu genießen“.

Cusk fühlt sich gefangen, so nah den Fängen der Vermaledeiten. Das Weitere hält sie für ein räumliches Manöver. Doch gibt es kein Entkommen. Cusk hat ihre Zukunft gesehen. Der Zukunft hat es gefallen, sich Cusk zu zeigen: in der Umkehrung von allem. An die Stelle der Attraktivität mieft der fade Vorgeschmack des Todes. In seinem Vorfeld atmet Cusk die Gegenwart von X, Y und Z ein. Jedes Schriftzeichen bezeichnet eine Möglichkeit. Z bringt seinen Werkzeugkasten mit. Er macht sich ans Werk und malt das Bild eines Heimwerkers im Missionsdienst. Seine Vorzüglichkeit lässt einen Mangel groß erscheinen. Der Mangel besteht in der Abwesenheit eines von der Liebe legitimierten Mannes im Haus.

An der Entwicklungsgeschichte hängt ein in der dritten Person erzähltes Schlussstück. Kurt heißt sein Held. 

Psychogrammatik

Cusk weiß sich gehasst von ihrem Ex-Ehemann.

„Seit Monaten quillt der schwarze, giftige Hass aus der tödlichen Wunde unserer Ehe, durchtränkt alles und überzieht die Kinder, wie Teer die flaumigen Köpfe der Küstenvögel überzieht.“

Einem genretypisch das Ensemble erweiternden Untermieter beweist sie im Gegenzug (sinnlos demonstrativ) ihre Verträglichkeit. Sie sieht Rupert wie einen weißen Schatten ständig in einem Saunabademantel über die Treppen schleichen. Cusk versäumt es, seine Beine zu beschreiben. Zweifellos sind sie schlecht durchblutet. Krampfadern beanspruchen ein Recht auf Hässlichkeit. Du nicht mehr, sagen sie. Und falls du dich doch noch einmal im Garten der Lüste verlaufen solltest, dann nur noch als Kasper, elender Freier und Gnadenfickbettler. Seine Ex zieht zurzeit in London durch die Nacht.

„Sie ist eine Frau, deren Leid sich in Extraversion und Hedonismus zeigt.“

Der Satz zeigt, warum es sich lohnt, Cusk zu lesen. Sie ist Jahrgang Siebenundsechzig. Ihr Herz schlägt noch den guten alten Babyboomerbeat.

For Those About to Rock (We Salute You)

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Cusk hat die Höllenhunde auf sich selbst losgelassen. Zum Glück liegt Selbstmitleid ihr fern. Das Gefühl einer soliden Herkunft verbindet die Kanadierin* mit dem Mutterland ihrer Ahnen. Cusk beschreibt ein englisches Dorf wie eine Puppenstubenlandschaft. In den Miniaturen empfindet sie sich als generationelles Glied. Amerika (in einem weiteren Sinn von Kanada) hat ihr einen Kode verschwiegen – die Zugangsberechtigung(en) einer Weißen aus der Anglosphäre.

*„Rachel Cusk wurde 1967 als zweites von vier Kindern in Kanada geboren, verbrachte den Großteil ihrer Kindheit jedoch in Los Angeles. Mit neun Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Großbritannien. Dort studierte sie Englisch am New College der Universität Oxford. Später arbeitete sie bei einer Literaturagentur in London und bereiste Spanien und Mittelamerika. Cusk war mit dem Künstler Siemon Scamell-Katz verheiratet. Sie lebt mit ihren Töchtern in Brighton.“

Cusk knüpft die Geschichte der Opferung Isaaks (Gott befiehlt Abraham, er soll seinen Sohn Isaak schlachten; Abraham gehorcht; ein Engel verhindert die Bluttat) mit Agamemnons Flauten-Fluch. Der antike Admiral Nelson muss seine Tochter Iphigenie töten, um Wind für eine martialische Segelpartie zu erheischen. Willst du nach Troja, musst du Iphigenie für deinen Hochmut bluten lassen. Auch hier bietet sich ein mythischer Ausweg (durch Täuschung) an. Cusk kann mit der weichen Lösung nicht arbeiten. Sie braucht Gott als milden Walter, während Artemis grimmig bleibt und ihre Rache an der Hybris eines Sterblichen durchzieht.

„In der neuen Welt hat Blut keinen Wert mehr. Die Gerechtigkeit ist jetzt … akademisch.“

Das ändert nichts an Isaaks Verstörung, die jener Zerstörung als Symbol dient, die Cusk anrichtete. Sie hat das Kindeswohl ihrem Egoismus untergeordnet und so das töchterliche Urvertrauen, das Cusk ein Trost war, ausgelöscht. Ich nehme das nur auseinander, um Cusks Selbstentblößung anzuzeigen. Die Schwärze ihrer Empfindungen rührt auch daher, dass der Trennungspreis viel zu hoch war. Stichwort: Konfliktkostenkalkulation. 

Der zweite Schnitt

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Zurückgeworfen auf ein seelisches Lagerleben, sucht die Ich-Erzählerin, in der sich die Autorin zu erkennen gibt, Halt in der Erinnerung an „eine Frau von Anmut und Statur, eine Art Elefanten-Ballerina“. So erschien die Geschichtslehrerin Mrs Lewis in katholischer Mittelmäßigkeit. Gedankenprächtig hielt sie im frühen Mittelalter Hof. Sie warf die Frage nach der Bedeutung von Rückschritten auf. Darin steckte die Forderung, keine historische Phase mit dieser Zuschreibung zu denunzieren. All die Jahrhunderte, in denen niemand mehr wusste, wie man eine Fußbodenheizung installiert; in denen das imperiale Vertragsrecht vergessen war; das post-romanische Britannien verschliss den Zivilisationsteppich ohne nennenswerten technischen Fortschritt in Machtkämpfen mit vielen überseeischen Akteuren. Zugleich war es ein „Danach“ der klösterlichen Stille und der graswurzelnden Einfalt: jedenfalls soweit es Mrs Lewis beliebte, die Epoche zu tapezieren. Cusk vergleicht das britannische Mittelalter mit dem zweiten Schnitt im Nachgang der Haupternte. 

Sie erscheint als der Böse in einer Trennungsgeschichte. Wir müssen uns daran gewöhnen, die geschlechtsanzeigenden Wörter weiter zu fassen. Der Mann in dieser Konstellation fühlt sich verstoßen wie eine abgehalfterte Ehefrau. Zuständig für Hausarbeit & Kinderversorgung, litt er unter der geringen Empathie der Versorgerin. In einer brillanten Szene vergleicht Cusk den Ex mit ihrer Mutter. Sie vergleicht die Unwägbarkeiten ihrer Lage im Trennungskampf mit den Imponderabilien des Krieges. Wird man zum „Mörder“ oder siegt eine Hemmung.

Cusk beansprucht ihre Kinder, zwei beschlagene* Töchter, mit der Idee eines Vorrechts. Sie identifiziert sich mit der paternalistischen Perspektive. Sie setzt auf Herrschaft und Dynamik. In dieser Konstruktion gehört der ein- und anklagende Feminismus zur Domäne des Mannes. Das ist kein Scherz. Einst besann sich Cusk auf ihre „alte, männlich geprägte Identität“ und verpflichtete ihren Mann zur Kinderversorgung. Sie veranlasste einen Anwalt zur Übernahme des Haushalts. In der Retrospektive erscheint seine Einwilligung wie der Auftakt zu einem Opfergang. Jetzt ist er zwar nicht mehr Hausmann, aber immer noch Anwalt.

„Und ich bin nur Schriftstellerin.“

In einer Joyce’esken Gleichsetzung von Schriftstellerei und Weiblichkeit stellt Cusk die alte Ordnung auf einer tiefliegenden Betrachtungsebene her. Die bilaterale Kündigung der partnerschaftlichen Verabredungen offenbart eine strukturelle Unterlegenheit. 

*Sie sind mit der griechischen Mythologie vertraut. Sie reden darüber, als würden sie Erinnerungen austauschen. Weißt du noch, wie Klytämnestra Agamemnon … Cusk hantiert mit Freud, der glaubte, dass jede individuelle Entwicklung die Menschheitsgeschichte durchkaut. Sie assoziiert die Antike mit der Unwiderruflichkeit eines Durchgangs in der Psychogrammatik vor Schuld und Gewissen. Cusk betont Klytämnestras Männlichkeit. Guckt mal, sagt sie, das hat es doch immer schon gegeben: die Eiserne Lady wie sie im Buch steht. 

Cusk nimmt einen Mann in ihrem Haus auf, der sich gerade getrennt hat. Rupert arbeitet für ein Energieversorgungsunternehmen. Er zieht mit einem Bügelbrett ein, das seine Beflissenheit bezeichnet. Mich erinnert Cusks Manier an einen Ausspruch von Regina vor zwei Jahren in einem Bamberger Hotel. Wir sitzen beim Frühstück. Zwei junge Männer tauchen auf. Regina sagt: „…“

Lest Paul B. Preciado. Er gibt dem Leben Transformationschancen, die jedwede Geschlechterbinarität alt aussehen lässt. Er appliziert sich Testosteron, ohne ein Mann werden zu wollen. Er durchquert einen namenlosen Raum zwischen männlich & weiblich, „zwischen lesbischer Maskulinität und der Dragking-Weiblichkeit“. Wechsel des Geschlechts als progressive Praxis und Vorbereitung auf den Planeten-Shift aka All-Exodus im Dreitakt von Ländermigration, Gendermigration, Planetenmigration. 

© Jamal Texas Tuschick

Genhüllen - Was zuvor geschah

Wir hörten The Mamas & The Papas ... California Dreamin' ... während wir uns bemühten. Es war so zersetzend zu wissen, dass da draußen Leute atmeten, die wirklich scharf darauf waren, entweder mit mir oder mit Claire ins Bett zu gehen. Aber da gab es diesen Beschluss, dass Claire und ich es sein sollten. Es hakte überall, und immer hieß es: Das macht doch nichts, Baby.

Wir stammten aus Familien, die Wert auf ihr Unglück legten. 

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San Francisco Ende der Sechzigerjahre. Denken Sie an die Telegraph Avenue und Haight-Ashbury. Ich nahm meine erste akademische Stellung ein. (Ich hatte mich angeschlichen und war auf einem freien Platz einfach stehengeblieben. Plötzlich gehörte ich zum Lehrkörper.) Claire hing beruflich noch in der Luft. Wir wohnten in Berkeley und waren, wie alle in unserer Reichweite, selbstverständlich gegen Lyndon Johnsons Vietnampolitik. Allerdings reichten meine Vorbehalte nicht weiter. Ich sah Johnsons Vorzüge, wohl wissend, dass ich meine Ansichten besser für mich behielt. Sogar Claire gegenüber, die in ihrer Zwischenlage als Postgraduierte eine Phase der Verunsicherung mit bombastischen Politeinlagen überspielte.

Genhüllen

Richard Dawkins bezeichnet eine Ameisengesellschaft als Genfabrik. Für ihn sind Ameisenleiber nur Genhüllen.

*

Unsere gute Zeit lag hinter uns. Wir begegneten uns auf dem gemeinsamen Feld des Alltags wie Passanten sich im öffentlichen Raum aus dem Weg gehen. Ich witterte Verrat. Claires Illoyalität ließ sich mit Händen greifen. Diese Frau war für mich zur Falle geworden. Trotzdem absolvierten Claire und ich den Paarparcours nicht anders als die Kolleginnen, soweit es den Anschein betraf.

Allein es fehlte der Glaube an eine gemeinsame Zukunft. Gleichzeitig stand uns der bürgerliche Zeitplan vor Augen. Wir hatten keineswegs die Absicht, vom Kurs abzuweichen. Das heißt, Claire, die so spröde wie theatralisch sein konnte, wollte lieber von mir schwanger werden als die Sache hinauszuzögern. Ohnehin wähnte sie sich in allen Vergleichen mit der Referenzkohorte im Rückstand.

Die konventionelle Lebensplanung kollidierte wie verrückt mit den Parolen der antiautoritären Bewegung.

Allgemein galt Wordsworths „Jung zu sein/das war der Himmel“. Nur für mich und Claire traf das allenfalls eingeschränkt zu, während wir im Tilden Park in den Berkeley Hills uns einzureden versuchten, nicht anders der Vertrautheit entfremdet zu sein als andere Leistungsträgerinnenpaare.

Trent Leslie Cooper

… und dann kam eines Tages Trent Leslie Cooper durch die Tür, mit diesem Haarschnitt, dem nichts hinzuzufügen war.  Alle hörten solche Lieder, aber Trent scherte sich nicht darum. Er verstand uns nicht, das war offensichtlich.

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 … und dann kam eines Tages Trent Leslie Cooper durch die Tür, mit diesem Haarschnitt, dem nichts hinzuzufügen war.

In der Gegenwart von 1969

Claire schwärmt in der Gefolgschaft von Eugene McCarthy (einem Gegner seines Namensvetters Joseph McCarthy) aus. Als Rivale von Lyndon B. Johnson hat der Demokrat gar nicht so schlecht abgeschnitten. 

Eugene McCarthy ist ein Säulenheiliger der Antikriegsbewegung. Bei einem Essen für seine Premiumaktivistinnen begegnet Claire einem Neffen des Politikers als ihrem Tischherrn.

Habitualisierte Ablehnung

Trent Leslie Cooper war in Vietnam und will da auch wieder hin. Der zivile Betrieb erreicht ihn überhaupt nicht. Zu offensichtlich ist seine Geistesabwesenheit, als dass sich Claire (die Hochwohlgeborene) gekränkt fühlen müsste. Sie schwankt zwischen Mitleid mit einem Traumatisierten und der habitualisierten Ablehnung, die sich von selbst versteht. Den vollkommen abgeschalteten Trent kratzen die Empathiezuckungen der Elevin nicht. Claires erotisches Interesse an ihm ist ein schwacher Ersatz für den Dschungel.  

Trent leidet unter Entzug. Er entbehrt das nächtliche Hörsehen; den Reiz der angespannten Gelassenheit. Man agiert aus der Mitte nach einer abweichenden Hierarchie der Sinne. Man bewegt sich in der künstlichen Spontanität der Kontraintuition.

Trent hasst Konversation. Wenn Claire was von ihm will, dann soll sie es sagen und Fertigaus. Trent stressen die Fans seines Onkels. Für ihn sind das alles bloß Schwachköpfe. 

Claire moussiert gegen ihren Willen. Sie sollte den Krieger von Herzen verdammen. Doch ihr Herz schlägt im Takt einer unangemessenen Begeisterung für den Fehlgeleiteten. Claire träumt sich in eine Nebelszene auf der Golden Gate Bridge. Sie steht da mit Trent wie außer Atem.

Ich schalte mich kurz ein und beanspruche die Deutungshoheit. Nichts war Claire verbotener als die Faszination für einen Soldaten, der kein Hehl daraus machte, dass ihm die Gründe für das amerikanische Engagement in Vietnam egal waren. Er wollte einfach nur so leben, das heißt, mit einem Gewehr in der Hand, am liebsten allein unter Feinden. Das rockte Trent und gab ihm den richtigen Groove. Claire bildete sich Quatsch ein, wenn sie glaubte, ihre sekundären Geschlechtsmerkmale seien für Trent reizvoller als seine Waffen. Pustekuchen. Umgekehrt wurde ein Schuh draus.

Wir stehen hier wieder einmal vor den schwelenden Ruinen eines kulturellen Missverständnisses.  

Claire fuhr mit einem Ford Falcon, vollgeklebt mit Antikriegsparolen, durch die Gegend, und an diesem irren Abend, rauchte ein Vorzeigebefürworter all dessen, was Claires Aversionen auf sich zog, verdrossen neben ihr in diesem zum Statement gewordenen Fahrzeug, und zeigte nicht die geringste Neigung, sich wie ein Verehrer zu benehmen.

Es war schrecklich.

Aber Claire fehlte die Kraft, sich von Trent zu lösen. Trent diskutierte nicht. Er zeigte keine Anzeichen von Bedürftigkeit. Er stemmte die Ledersohlen seiner Bronco-Stiefel gegen das Armaturenbrett und blies Rauch zum Kabinendach. 

*

Sie merken schon, ich erzähle das nicht neidlos. Wir reden schließlich über Claire. Vermutlich steckt in jeder Frau mehr als ein Mann festhalten und abdecken kann. Machen wir uns doch nichts vor. Selbst wenn man, so wie ich, aus einem guten Stall kommt, ein guter Sportler und hochintelligent ist, kann man sich nicht sicher sein, seiner Frau andauernd zu genügen.

Ich saß zuhause vor dem Fernseher. Über den Bildschirm liefen Demonstranten, die Nationalgarde rückte auf jedem Kanal aus …

Fixed Action Patterns

*„Man nahm an, dass „Verhalten von Tieren zum größten Teil aus einer Abfolge kleiner, uhrwerkartiger Routinen besteht – aus dem Instinktverhalten, auch Fixed Action Patterns oder FAP genannt.“ Richard Dawkins

*

„Panglossianismus unterstellt einen absoluten Funktionalismus, nachdem ausnahmslos alles einen bestimmten Zweck erfüllt.“ Wikipedia

"Everything work out for the best no matter what is happening."

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Imponderabilien

1967 zogen Claire und ich nach Berkeley, um uns und den Zuschauer*innen aus der Referenzkohorte farbenprächtig etwas vorzumachen. Wir spielten miteinander Blindekuh. Wir tanzten um das goldene Kalb einer egalitär-altruistischen Gesellschaftsutopie, während wir so heimlich wie verschämt das bürgerliche Leben im republikanischen Stil unserer Eltern anschoben. Ich landete auf der Speckseite, aber Claire verpasste den richtigen Einstieg wie bei einem missglückten Andockmanöver. Das Nadelöhr zwischen dem Status quo und der Zukunft verschloss sich. Das wussten wir nicht. Wir waren von Leuten ins Rennen geschickt worden, die sich keine gravierenden Fehler nachsagen lassen mussten. Sie hatten uns zu einem Panglossianismus erzogen, der uns blind machte, für die allgegenwärtige Dysfunktionalität von Systemen und Personen.

In unserem dritten Campussommer rief jemand an, der in England beruflich an Land gegangen war. Er riet mir, mich auf eine neu geschaffene Stelle in Oxford zu bewerben.

Ein Jahr später lebten Claire und ich in einem Oxforder Schlösschen aus Oolith*; der Baustoff stammte aus dem Oxford**. Wir waren davon abgekommen, einander treu zu sein. Ein GI hatte in meiner frenetisch friedensbewegten Claire etwas ausgelöst, dass sie dazu veranlasste, unpassenden Männern den Hof zu machen und in unmöglichen Bars zu versacken.

Comme une brise

Claire erschien mir wie ein verstimmtes Klavier. Auch ich hatte gelitten und suchte die alte Griffigkeit meiner Existenz bei neuen Bekannten. Ich lernte die Sprache der Flüchtigkeit neben allerhand Oxford-Kuriosa. Eines Abends gefiel es mir, Claire auf eine ihre Stupiditäten hinzuweisen. In ihren Klatschanalysen neigte sie dazu, dieses oder jenes Verhalten als instinktiv zu charakterisieren, obwohl sie gerade soziale Bewegungen im Spektrum von Vorlieben und Abneigungen rezensierte. Ich vermutete in der Unschärfe ihrer Betrachtungen eine gegen mich gerichtete Impertinenz.

Claire leistete Widerstand.    

Sie hielt am Panglossianismus unserer Eltern fest. Sie weigerte sich anzuerkennen, dass das Überleben von Gruppen ein Nebenprodukt individueller Anpassung ist. Sie unterstellte der natürlichen Selektion eine auf die Zukunft gerichtete Absicht. Es war nicht nur ermüdend, Claire zu widersprechen. 

*„Nach stratigraphischen Tabellen … wird Korallenoolith in das obere Oxford eingeordnet. … **Das Oxfordium (verkürzt Oxford …) ist in der Erdgeschichte die untere chronostratigraphische Stufe der Oberjura-Serie im Jura.“ Wikipedia

Zierlicher Lapsus

Ein vernagelter GI namens Trent Leslie Cooper hatte meine friedensbewegte, ultra-aktivistische Frau (und krekele Justice Warriorin) Claire noch in unserer Berkeley-Zeit von ihren erotischen Routinen (sowohl im Verhältnis zu mir als auch in anderen Beziehungen) ab- und auf einen furios-prekären Kurs gebracht. Claire nannte es Kommunismus, aber für uns international renommierten Verhaltensforscher*innen war klar, dass das auf jeden Fall nicht nur Kommunismus war. Ich beobachtete eine Verehrung für den trunksüchtigen Pöbel, darunter für Typen, die sich mit ihrem Rotz vor den Augen der Welt am Tresen battelten. Sie schworen auf The Sweet

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Dummheit schmückt nicht. Montaigne nannte den Blödheitstrester aus eigener Kelterei Lapperei. Zuwider waren ihm jene, welche auf dem Feld der Lappereien eskalieren. Montaigne selbst sprach sich frei von diesem Fehler. Er ging so weit, den römischen Kaiser Tiberius einen „Großschwätzer“ zu nennen.

Darüber müssen wir reden. Einst bot man Tiberius an, den größten Beleidiger der römischen Macht still zu vergiften und zum Beweis der Übeltat, des Widersachers Kopf nach Rom zu schaffen. Tiberius verbat sich das Attentat auf unseren Freund Arminius. Er schwafelte vom Mut der Legionäre, die angeblich nur in der Feldschlacht zu Ergebnissen kommen wollten.   

Montaigne hasste Tiberius nicht für den tückischen Staatsbetrieb, dem der Kaiser vorstand, sondern lediglich für die Leugnung der gewohnheitsmäßigen Gemeinheit.

Es sei noch nicht einmal nützlich so zu lügen, erklärte der Weise.

Ich hätte Claire gern auf meiner Seite gewusst, wenn es um Etikette ging, um Anstand und Sitte als dem Erbe unserer republikanischen Eltern. Wir waren avancierte Expatriierte damals Anfang der Siebzigerjahre in Oxford, als weibliche Studierende an mir klebten wie Kuhscheiße am Wanderstiefel.    

Ich habe wir gesagt, meine aber nur mich. Ich war dabei, Karriere zu machen, und Claire war dabei, ihre Illusionen zu verlieren. Sie kompensierte den inneren Abstieg mit Eskapaden. Es ging für sie nie darum, Geld zu verdienen. Geld war überhaupt kein Thema. Reich geboren waren wir beide, und so waren wir auch beide in keiner Weise von den altvorderen Vermögen abgeschnitten. Ich hätte im Maserati zum Institut fahren können, und Claire im Bentley zur Kosmetikerin. Ich weiß, das klingt gemein. Aber so war es.   

Knotenpunktpolitik/Aufwertung einer Dependance – Zirkulieren Informationen zwischen Zentrale und Dependance zu langsam, verliert wenigstens ein Faktor seine ursprüngliche Bedeutung.

In Claires Perzeption verschwamm der Unterschied zwischen A Priori und A Posteriori. Es war so etwas wie eine Rechts-Links-Schwäche im Rahmen des Angularis-Syndroms. Eines Tages, ich fühlte mich gerade (in einem plüschigen Augenblick) besonders zu meiner Frau hingezogen und konnte mir deshalb gut vorstellen, wie wir als alte Leute sein würden, durch so viele Formen geschritten, durch Ich und Wir und Du (G. Benn), fiel mir ein Beispiel ein, wie sich der Weg von A Priori zu A Posteriori kinderleicht erklären ließ. Dinosauriergehirne mussten enorme Abstände zwischen Kopf und anderen Leibespartien ansteuern.

„Das Problem löste die natürliche Selektion mit einem zweiten Gehirn (einem vergrößerten Ganglion) im Becken.“ Richard Dawkins

Der Evolutionsbiologe zitiert ein Dinogedicht von Bert Leston Taylor (1866–1921). Darin kommt die Zeile vor: Thus he could reason ‘A Priori’/ As well as ‘A Posteriori’. Ich fürchte, selbst diese Eselsbrücke reichte nicht, um Claire klüger zu machen. 

„Wenn wir unseren Zweck erfüllt haben, werden wir beiseite geschoben. Die Gene aber sind die Bewohner der geologischen Zeit. Gene sind unvergänglich.“ 

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Richard Dawkins vergleicht Populationen mit Wolkenformationen und Sandstürmen. Sie sind temporär, folglich instabil. Die Evolution rechnet nicht mit ihnen. Sie rechnet mit Ihnen. Ja, ich meine Sie, Sie sind die Gewinnerin. Ihre bloße Existenz beweist es.

Kleiner Scherz. Sie sind einfach nur eine Überlebensmaschine für Informationen. Ich lese gerade, wie Joe Biden und Hillary Clinton sich im Naval Observatory (dem Wohnsitz des Vizepräsidenten) gegenseitig einschmieren. Man nennt das Frühstück. Wieder stellt sich die Frage: Wer frühstückt wen?

Die Parteifreunde sind Rivalen. Hillary steuert eine seit vierzig Jahren funktionierende Wahlkampfmaschine. Im Vergleich mit der Clinton ist Biden ein unbeschriebenes Blatt. Hillary schnappt bereits nach Bidens engsten Berater*innen, um sie auf die Reservebank ihres Teams zu setzen, so selfish wie ein Gen.  

Biden spricht unverschmockt von Wilderei. Mir fällt es schwer, Hillary und wild als zwei Punkte auf einer Geraden zu denken. Die Ehrgeizige belastet das Problem, den „schwer zu lesenden“ Obama nicht so easy decouvrieren zu können wie Biden mit seinem Empathievorsprung einer Éminence grise, die Lust aus der Einflüsterung zieht.

Das Besprechen des Mächtigsten als Minnegenuss … Biden pseudo-süffisant: „Ich glaube, sie benutzte mich als ihren Obama-Flüsterer.“

Der Hausherr entlässt Hillary mit dem Gefühl, dass „sie an diesem Morgen nicht alles bekommen hatte, weshalb sie gekommen war“.

Consolidation Behaviour

Um an einer anderen Stelle weiterzumachen. 1973 veröffentlichte ich Froschtanz. Das Werk fehlt heute in keiner Universitätsbibliothek, aber damals verstanden die Wenigstens den Nutzen der Ermittlung von Opportunitätskosten bei Eukalyptusfliegen, der Hauptnahrung von Zwiebel- und Zitronenfröschen. Irgendwann werden sie an unserer Stelle über die Evolution nachdenken, und wir können ihnen dann nicht mehr dabei helfen. 

Powerelfe

Mich kitzelte das Interesse einer Studierenden. Kenia aus Kanada, einsachtzig, siebenundsiebzig Kilo Kampfgewicht; die beste Ringerin ihres Jahrgangs. Kenia tropfte vor Begeisterung für ihren Sport und schulterte das Studium wie einen leeren Rucksack. Das kriegerische Erbe, das sie weitertrug, war mongolisch geflaggt. In ihren Armen erlebte ich zum ersten das Glück der Kongenialität. Kenia war beinah so stark wie ich. Ihr Credo lautete: 

Always stay on the (wo)man. Always work in combinations. Always walk the simple path. And no matter what you do: do it now.

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Irgendwo erzählt Ian Morris ein Beispiel für „die klassische anthropologische Erfahrung des Kulturschocks“. Eine archäologische Gemeinschaft im Feierabendmodus - ich illustriere: vor einer bewirtschafteten Bretterbude und bei einer Flasche Ouzo in den griechischen Highlands - beobachtet beschwipst eine Miniprozession, bestehend aus einem malerisch verlederten Greis und seiner Gattin. Der Alte reitet auf einem Esel, die Frau folgt à pied, „ächzend unter der Last eines großen Sacks“.

Man befragt den Mann ob des offensichtlichsten Missverhältnisses. Er antwortet freundlich: Die Frau reitet nicht, „weil sie keinen Esel hat.“

Das Milieu, in dem die akademische Gesellschaft folkloristische Freuden und Meme-stiftende Pittoresken genoss, erlaubte es dem Mann, die Frage einfältig zu finden. Ich glaube mich zu erinnern, dass Morris den Vorgang elaborierte und einen Vergleich anstellte, in dem Birmingham als Referenz auftauchte. Aber interessiert uns das?

Keep it simple and make it real

Ich komme darauf zurück. 1976 präsentierte ich im Rahmen der Tanner Lectures in Human Values an der Princeton University meinen ersten Bestseller Froschtanz (Näheres siehe „Leben in der Vorwärtsspannung“). Ein gnädiges Auditorium verleitete mich dazu, Morris‘ Anekdote so aufzuwärmen, als sei mir der griechische Eselreiter mit seiner geplagten Fußgängerin begegnet. Mich kitzelte das Interesse einer Studierenden. Kenia aus Kanada, einsachtzig, siebenundsiebzig Kilo Kampfgewicht; die beste Ringerin ihres Jahrgangs. Die griechische Ungerechtigkeit nahm sie ungerührt zur Kenntnis. Noch weniger Bedeutung maß sie der Tatsache bei, dass ich verheiratet war.

Kenia tropfte vor Begeisterung für ihren Sport und schulterte das Studium wie einen leeren Rucksack. Das kriegerische Erbe, das sie weitertrug, war mongolisch geflaggt. In ihren Armen erlebte ich zum ersten das Glück der Kongenialität. Kenia war beinah so stark wie ich. Ihr Credo lautete:

Always stay on the (wo)man. Always work in combinations. Always walk the simple path. And no matter what you do: do it now. 

Powerelfe/ Liederliches Jahrzeit

Kenia balancierte auf einem Hochseil zwischen Wuchtbrumme und Powerelfe. Ihre Unbekümmertheit sprengte jeden Lockdown. Allerdings verstand ich nicht, wohin für sie die Reise gehen sollte.

Wir gingen aus, die liederlichen Siebzigerjahre hatten kein Problem damit, und verkehrten in Lokalen, die Kenia gefielen. Wir begegneten dem akademischen Personal auf Schritt und Tritt. Ich erinnere keine kritische Reaktion, weder von einer Universitätssekretärin noch von einem Dean.  

Obwohl es die biografischen Tatsachen verfehlt, konnte ich nicht aufhören, Kenia in der Wildnis zu verorten und ihr ursprünglichstes Habitat rund um eine Blockhütte anzusiedeln. In meiner Phantasie wurde sie von ihrem Vater trainiert, einem grandiosen Einzelgänger mit High-Mountain-Profil. Zu den bizarren Reizen des Kenia-Fiebers gehörte eine Heimsuchung. In dieser Imagination erwachte ich schweißgebadet und über mir drohte das opake Antlitz des Mongolen. Ich wusste zutiefst, dass mein Leben keinen Pfifferling mehr wert war.

Dieser Mongole war nicht von dieser Welt. Er kam aus einer Schattensteppe und war, wie die meisten seines Volkes, ein direkter Abkömmling des großen Khan. Dessen Schwert stand ihm nun zur Verfügung. Nicht, dass er es gebraucht hätte. Ein unfreundlicher Kontakt mit seinen Händen reichte für alles. Der Migrant pflückte seine Tochter aus der Lotterkiste und flog mit ihr auf einem geflügelten Pony flugs zu seinem kanadischen Paradies.