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20.01.2021, Jamal Tuschick

Textland LAB: Biografische Schreibworkshops - Heute Shida Bazyar

Deutschland ist empirisch zu einem Einwanderungsland geworden. In Städten wie Frankfurt am Main weisen bereits rund zwei Drittel der unter Sechsjährigen eine mehrkulturelle Herkunft auf. Entsprechend heterogen sind die kulturellen Identitätsbezüge. Unser Ziel ist es, diese Vielfalt an Perspektiven und persönlichen Geschichten sichtbar zu machen, geleitet von der Frage, wie daraus eine „kollektive“ oder auch eine „pluralisierte“ Erinnerung entstehen kann.

Wir brauchen eine Vielzahl von Geschichten, die sich unterscheiden, widersprechen und miteinander in Dialog treten. Geschichten, die uns helfen, Verständnis aufzubauen und Wahrheiten nicht so absolut zu nehmen.

Shida Bazyar © Paul Englert

Shida Bazyar (geb. 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim. Danach arbeitete sie als Pädagogin für Jugendliche. Ihr erster Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ erschien 2016 bei Kiepenheuer & Witsch, ihr zweiter wird 2021 veröffentlicht. Shida Bazyar leitet Textland LAB-Workshops mit Jugendlichen.
Das Ziel ihrer Workshops ist es, den teilnehmenden Schüler*innen das Grundverständnis von Schreiben näher zu bringen, das im Wesentlichen darin besteht, die Lebensgeschichte von Menschen in erzählerische Schreibkunst zu überführen.

Zu den Fotos: 14 Schüler*innen aus zwei Intensivklassen – eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenen-Klasse – der Frankfurter Schule am Ried nahmen, begleitet von zwei Lehrerinnen an dem Textland LAB Workshop teil. Die Schüler*innen waren sehr engagiert und beteiligten sich äußerst rege und mit viel Engagement. Sie offenbarten viel sprachliches Potenzial, was nicht nur die Workshop-Leiterin und Lehrer*innen, sondern auch die Jugendlichen selbst beeindruckte.

Levend Seyhan hat den Workshop dokumentiert. Die Fotos sind von Alexander Paul Englert.