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14.02.2021, Jamal Tuschick

Rechtsterrorismus ist mittlerweile ebenfalls in Deutschland die größte Gefahr. Dies liegt auch an den zahlreichen, bislang wenig beachteten rechtsterroristischen Online-Subkulturen. Ihre Mitglieder sind international und anonym miteinander vernetzt und haben Strategien entwickelt, einander zu massiven Anschlägen zu motivieren. Die Folgen zeigen sich in den allein sieben rechtsterroristischen Anschlägen der letzten zwei Jahre mit zahlreichen Todesopfern – darunter die Anschläge von Halle 2019 und Hanau 2020.

Symbolfoto © Jamal Texas Tuschick

Pressetext - Der Beitrag erschien zuerst hier/Mediendienst Integration

Am 19. Februar jährt sich der rechtsterroristische Anschlag von Hanau. Er ist allerdings nicht der einzige seiner Art, sondern zeigt eine Kontinuität internationaler rechtsterroristischer Anschläge auf, die von Utøya, über Christchurch und Halle bis nach Hanau reicht. Das Besondere dieser Anschläge: Die Täter wurden durch rechtsterroristische Online-Subkulturen geprägt, die popkulturelle Elemente adaptiert und sich eigener Codes, Bilder und Sprache bedient.

Vor allem Jugendliche finden über diese Netzwerke den direkten Weg in den gewaltbereiten Teil der Szene, ohne zuvor persönliche Kontakte zu Rechtsextremen zu haben. Doch rechtsterroristische Netzwerke sind nicht nur ein Fall für Sicherheitsbehörden, sondern auch für die Zivilgesellschaft und die pädagogische Prävention. Denn Veränderungen im (Online-)Verhalten fallen am meisten im direkten Umfeld wie Schule, im Freundeskreis oder in der Familie auf – wenn die entsprechenden Anzeichen erkannt werden.

Mit unserer neuen Analyse “Rechtsterroristische Online-Subkulturen – Analysen und Handlungsempfehlungen möchten wir dabei unterstützen, rechtsterroristische Tendenzen im eigenen Umfeld zu erkennen. In der Veranstaltung geben wir einen Überblick über das Phänomen und die Funktionsweise von rechtsterroristischen Online-Subkulturen und erklären anhand von praktischen Beispielen, wie Pädagog*innen mit Jugendlichen umgehen können, bei denen sie entsprechende Affinitäten vermuten oder gar vorfinden. Darüber sprechen am Dienstag, den 16.02.2021, um 16 Uhr Judith Rahner und Thilo Manemann von der Amadeu Antonio Stiftung, die die Ergebnisse der Analyse und die Handlungsempfehlungen in einem Online-Vortrag mit Q&A via Zoom. Um vorherige Anmeldung unter via netzwerke@amadeu-antonio-stiftung.de wird gebeten.

Den Link und die Zugangsdaten zur Veranstaltung erhalten sie via E-Mail.