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28.03.2021, Jamal Tuschick

In 31 kurzen Polemiken, die auf jeweils aktuellen Geschehnissen aufbauen, beschreibt Sandra Kreisler das Gefühl, als Jüdin in Deutschland, Österreich, Europa zu leben. Radikal parteiisch, weil der Gegner übermächtig scheint, benennt sie den ‚Antisemitismus 2.0’, der sich über den vermeintlich rechtschaffenen Weg der Israelkritik ungestört seinen Weg ins Herz unserer Gesellschaft bahnt, und, von Fakten unbeleckt, seine Wurzeln gleichermaßen in linke, rechte und Mainstreamdebatten schlägt.
Dünnhäutig und verletzlich, zugleich bissig und immer wieder auch mit dem berühmten Kreisler'schen schwarzen Humor ausgestattet, offenbaren ihre Essays, wie tief der Antisemitismus immer noch unbemerkt – und vor allem weitgehend unbekämpft – unserer Gesellschaft innewohnt.

Sandra Kreisler, „Jude Sein. Ansichten über das Leben in der Diaspora“, Hentrich & Hentrich, 18,-  

Die in München geborene und in Wien sozialisierte Tochter von Georg Kreisler und Topsy Küppers lebt heute in Berlin und in der Schweiz. Sie beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit Israel und mit Antisemitismus. Im Brotberuf ist sie Wortakrobatin, Sängerin, Regisseurin und, wie sie es nennt, „Bühnenkraft“. Ihr Podcast „Geschüttelt und berührt“ erscheint bei Mena Watch.

Sandra Kreisler geboren in München, US-amerikanische Staatsbürgerin, als Tochter von Georg Kreisler und Topsy Küppers im direkten Umfeld von Literatur, Theater, insbesondere des literarischen Chansons und des Kabaretts aufgewachsen. Sie arbeitet als freiberufliche Sängerin, Schauspielerin, Wortakrobatin, Lehrerin, Sprecherin, Regisseurin und Autorin und lebt in Berlin und in der Schweiz. Ihr Podcast „Geschüttelt und berührt“ erscheint bei „Mena-Watch. Der unabhängige Nahost-Thinktank“.