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22.04.2021, Jamal Tuschick

Passioniert wildert Agony Beaverbean in Reservaten männlicher Unzulänglichkeit © Jamal Tuschick

Lappenartiges Balzverhalten

Die Marineluftbasis auf Tornado Island im Pearl Sound von Maryland ist nicht nur ein Militärflughafen in einer atlantischen Förde. Solange der Kalte Krieg das Weltgeschehen bestimmt, dient der abgeschirmte Platz in erster Linie als Horchposten. Mit Hydrophonen (laut Wikipedia, „einem Gerät zur Wandlung von Wasserschall in eine dem Schalldruck entsprechende elektrische Spannung“) spürt man sowjetische U-Boote auf und analysiert die Audiosignaturen ihrer Aktivitäten. Das Sound Surveillance System (SOSUS) unterliegt einer hohen Geheimhaltungsstufe. Die in den Ozean hineinlauschenden Spezialist:innen arbeiten sogar unter Ausschluss der limitierten Stützpunktöffentlichkeit.  

Man isoliert die Spezialist:innen; jene Frauen und Männer, die mit der Auswertung der Audiodaten zuständig sind, sollen keinen Umgang mit dem ahnungslosen Rest der Besatzung haben. Zu den Separierten zählt Agony Beaverbean. Privat züchtet die Tontechnikerin im Rang eines Master Chief Petty Officer fleischfressende Pflanzen.

Die Marinerin Agony Beaverbean liebt Kobralilien.

Männer vergleicht Agony mit Sachen von geringer Qualität. Passioniert beißt sie sich durch das Trash-Sortiment. Der Funker Charlie B. leibhaftet in der Tigerhose. Er ist ein Garant für schlechten Sex in Situationen, in denen schlechter Sex immer noch besser ist als allein daheim zu bleiben. Den himmlischen Heerscharen des Wohlbefindens entgeht Agony auch im Verhältnis zu Ed, einem gnadenlosen Fuchtler. 

Ihre Liebhaber zeigen entweder ein lappenartiges oder ein fehlgesteuertes Balzverhalten.

Miner zählt zu den Oldtimern der Kollektion. Er wohnt in der Jogginghose und äußert sich zwanghaft kritisch zu allem Möglichen, wo hinein Agony Hoffnung setzt. Die Einraumnot- und Zwischenmietlösungen sind in seinem Fall nicht nur Transitstationen.