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03.07.2021, Jamal Tuschick

Ein Kampfflieger namens Mozart Kaufman - Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst.

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Im Widerstand gegen den Faschismus rund um Hitler und das Dritte Reich agierte jeder jüdische Kombattant/jede jüdische Kombattantin in einer alliierten Uniform stets auch als PartisanIn seines/ihres persönlichen Schmerzes. Er/Sie focht an einer Volksfront der gebrochenen Herzen. 

© Jamal Tuschick

SchicksalsdesignerIn

Woran man den Fighter/die Fighterin erkennt – Der amerikanische Jagdflieger Mozart Kaufman wurde 1944 über Frankreich vom Himmel geholt. Im Zuge der jüdischen Segregation brachte man ihn ins Nordlager II*. Seine Einstellung zu Gefahren finde ich vorbildlich. Ignorieren, was man nicht kontrollieren kann. Aus Drohungen macht man sich nichts. Man lässt sich nicht ins Bockhorn jagen. Es gibt im Kampf nur Gegenwart, ein andauerndes Powerpräsens. Jetzt ist immer.

Kaufman nennt seine Haltung fatalistisch. Ich erkenne darin das glatte Gegenteil von Fatalismus. Wer sich über die Allgemeinplätze unwillkürlicher Reaktionen erhebt, ist gewiss kein Fatalist, sondern (s)ein(e) SchicksalsdesignerIn. 

* „Im Juli 1940 wurde (in Barth) in unmittelbarer Nähe der Flakartillerieschule das erste ständige Kriegsgefangenenlager (Stammlager) für Luftwaffenangehörige der Westalliierten eröffnet.“ Quelle

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Ich beziehe mich auf eine Ausstellung in der Barther St.-Marien-Kirche

Gesehen in Ribnitz-Damgarten © Jamal Tuschick