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20.01.2022, Jamal Tuschick

Ulrike Draesner zum Sechzigsten

Ulrike Draesner © Dominik Butzmann

Pressemitteilung

Zum 60. Geburtstag von Ulrike Draesner am 20. Januar 2022 erscheint ein neuer Band der Autorin mit Gedichten aus 25 Jahren - viele neue, aber auch bekannte, überraschend anders arrangierte Gedichte. Nie hat die Dichterin mehr Einblick gewährt in ihr Leben und den Prozess ihres Schreibens als in »hell & hörig«.

Ulrike Draesner hat ein helles Ohr für Zwischenräume und »subsongs«, die Lieder unter den Liedern – Stimmen, die man gemeinhin nicht hört. In »hell & hörig« zeigt sich das ganze Können der Dichterin: Gedichte aus 25 Jahren, sinnlich, gedankenreich und zugewandt, viele davon noch unveröffentlicht. Souverän werden traditionelle lyrische Formen aufgegriffen, naturwissenschaftliche Kenntnisse integriert. Polyglott, polyamorisch, zeitgenössisch ist Draesners Poesie, deren Originalität sich auch im Umgang mit fremden Sprachen beweist. Dem Wald und seinen Pflanzen gehört ein Kapitel, ein anderes Tieren, ein drittes den Fragen nach Heimat und Migration. Große Gesänge gliedern den Band: die Klage um ein fehlgeborenes Kind, die Auseinandersetzung mit einer sich entziehenden Mutter. In zwölf von Draesner gestalteten Zwischenrufen geht sie der Frage nach, wie durch Poesie Neues in die Welt kommt und Altes, Vergessenes sichtbar wird: glänzend in seinem eigenen Ton. 

»Kaum eine Autorin nutzt die Freiheiten moderner Lyrik so ausufernd, trotzdem bleibt der Draesner-Ton erkennbar, als trotziger, kämpferischer und – Überraschung – positiver. Sie wagt es, ein ›hell‹ in den Titel zu setzen und das dunkle ›hörig‹ nicht zu verleugnen.«

Welt am Sonntag, Die Literarische Welt, Gisela Trahms (02. Januar 2022)

»Diese Lyrik macht den Leser reich.« Frankfurter Rundschau

Veranstaltungen – weitere in Vorbereitung:

Mi. 26. Januar - LEIPZIG, Literaturhaus Leipzig, 18.30 Uhr, Buchpremiere, Mod.: Frieder von Ammon, weitere Details

Do. 17. Februar - BERLIN, Haus für Poesie, zu »doggerland« (im Gespräch mit Asmus Trautsch und Luc Amkreutz (Paläontologe)

Ulrike Draesner, „hell & hörig. Gedichte 1995 – 2020“, Penguin Verlag, 260 Seiten, 22,-

Zur Autorin

Ulrike Draesner, 1962 in München geboren, wurde für ihre Romane und Gedichte vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der LiteraTour Nord, dem Bayerischen Buchpreis, dem Deutschen Preis für Nature Writing, dem Ida-Dehmel-Literaturpreis (alle 2020) sowie dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds (2021). Von 2015 bis 2017 lehrte und lebte sie an der Universität Oxford, seit April 2018 ist sie Professorin am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Ulrike Draesner wohnt und schreibt in Leipzig und Berlin – neben Romanen und Gedichten auch Erzählungen und Essays. Besonders erwähnenswert sind ihre Übersetzungen der Literaturnobelpreisträgerin von 2020, Louise Glück, ins Deutsche. Für ihr dichterisches Gesamtwerk wurde Ulrike Draesner 2014 der Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik verliehen, denn, so die Jury, »Ulrike Draesner poetisiert die Welt«. Im Penguin Verlag erschienen zuletzt ihr Essay »Eine Frau wird älter« (2018), der Roman »Schwitters« (2020), das Langgedicht »doggerland« (2021), im Taschenbuch ihre Romane »Kanalschwimmer« und »Sieben Sprünge vom Rand der Welt« ( beide 2021). Weitere Informationen unter www.draesner.de