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06.04.2022, Jamal Tuschick

#StandwithUkraine #Pro_Text_Ukraine

Freeze for Freedom

Vor dem Hintergrund der aktuellen russischen Aggression und Putins postsowjetischem Hegemonialpostulat versteht man noch einmal anders und besser hoffentlich, was die Ukrainer:innen und Balt:innen seit Jahrzehnten umtreibt in jenem Herzen von Mitteleuropa, dass für Ignorant:innen viel zu lange bloß osteuropäische Peripherie im Hinterhof einer regressiven Weltmacht war.

© Jamal Tuschick

Benefizveranstaltung für die Ukraine mit Asal Dardan, Gabriele von Arnim, Marica Bodrožić und Daniel Schreiber

Seit Wochen hält die Welt angesichts des Eroberungskrieges in der Ukraine und seinen Folgen den Atem an. Es scheint ein Zeitalter des Undenkbaren angebrochen zu sein, eine neue Gleichzeitigkeit grausamer geopolitischer Ereignisse. Wie ein Gespenst kehren die Drohkulissen des Kalten Krieges zurück. Ein neues Nebeneinander von moralischer Verzweiflung und politischer Vernunft, neue Zukunftsängste und hilflose Versuche des Verdrängens bestimmen unser Leben – und nicht zuletzt Trauer und Bestürzung angesichts des entsetzlichen Leids der Menschen in der Ukraine und der Millionen von Flüchtenden. 
 
Zwischen Gabriele von Arnims, Marica Bodrožićs, Asal Dardans und Daniel Schreibers Büchern gibt es viele Gemeinsamkeiten. Die Autor:innen nutzen ihre eigenen Lebenserfahrungen als Sprungbrett für Reflexionen, die uns alle betreffen. Ihre Bücher kreisen stellenweise auch um ähnliche Fragen: Wie lässt es sich mit einem Erbe von Krieg, Gewalt, Flucht und Ausgrenzung leben? Wie mit den vielfältigen individuellen und kulturellen Verdrängungsmechanismen? Mit wachsender Unsicherheit und Zukunftsangst? Mit Problemen, die anscheinend keine Lösung, und Fragen, die keine einfachen Antworten haben? Wie lässt sich Zusammenleben gestalten, wenn so viele es offensiv verhindern wollen? 
Die vier Autor*innen lesen aus ihren Büchern und neuen Texten und sprechen mit Maria-Christina Piwowarski über ihr Erleben der vergangenen Wochen. Dabei kreisen sie Fragen ein, die selten so dringlich schienen wie heute: Wie wollen wir angesichts der sich ausbreitenden Schrecken leben? Wie den Weg vom Ich zum Wir gehen? Und was können wir tun?
 
Wir freuen uns über die Ankündigung der folgenden Veranstaltung:

Veranstalter: Literaturhaus Berlin mit freundlicher Unterstützung des Rowohlt Verlags, des Luchterhand Verlags und der Verlage Hoffmann und Campe sowie Hanser Berlin

Datum: Sonntag, 24. April 2022

Beginn: 19.00 Uhr

Ort: Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

Moderation: Maria-Christina Piwowarski
Eintritt: Kein Vorverkauf. Eintrittskarten auf Spendenbasis am Einlass. 
Bitte beachten Sie die tagesaktuellen Corona-Hinweise. 
Die Veranstaltung wird mit Aufruf zum Spenden gestreamt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.