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03.09.2018, Jamal Tuschick

#wirsindmehr #unteilbar #metwo Rechte Gewalt und die Medien

Krawalle in Chemnitz

Karl Marx in Chemnitz (vormals Karl Marx Stadt)

Zum Nachhören. Der Beitrag erscheint im Deutschlandfunk Kultur. Das Mainlabor dankt Ronya Othmann. Sie hat uns das Gespräch überlassen. Sie sprach mit der Politologin und Journalistin Andrea Röpke - und mit dem Journalisten Felix Huesmann, der am vergangenen Montag in Chemnitz unterwegs war und gemeinsam mit Kolleg*innen angepöbelt, körperlich angegriffen und mit Flaschen beworfen wurde. Moderator ist Philip Banse. 

Ronya Othmann studiert am Leipziger Literaturinstitut. Sie hat väterlicherseits kurdisch-êsîdische Wurzeln und ist in Mintraching bei Regensburg aufgewachsen. Auf ihren Twitter- und Instagram-Accounts setzt sie sich mit Rassismus und Sprache auseinander.

In Chemnitz begehen Nazis in aller Öffentlichkeit Straftaten

In die Sprache der Medien und Politik mischt sich rechte Rhetorik. Was tun gegen die Radikalisierung? Nachdem in der Nacht zum vergangenen Sonntag ein Mann im Umfeld eines Volksfestes getötet wurde, kam es zu einer schnellen Reaktion der lokalen rechtsextremen Szene. Noch am Sonntag fand eine Demonstration statt, an der mehrere hunderte Menschen teilnahmen - bereits hier viele aus der rechten Szene. Am folgenden Montag demonstrierten mehr als 6000 Menschen und grölten Parolen wie "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!", der Hitlergruß wurde mehrmals gezeigt. Die Polizei war  zahlenmäßig weit unterlegen und griff kaum ein.

Mit unseren Gästen wollen wir über die Geschehnisse der letzten Tage reden und sie in einen größeren Kontext einordnen. Wir wollen wissen, wie sich die rechten Gruppierungen zusammensetzen, wie sie vernetzt sind und wer ihre Köpfe sind. Außerdem sprechen wir darüber, welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass sich die Rechtsextremen so sicher fühlen und öffentlich Straftaten begehen. Hat der Rechtsextremismus in Deutschland eine neue Stufe erreicht? Welche Verantwortung tragen die Medien und wie sollen sie damit umgehen?

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