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20.03.2019, Jamal Tuschick

Eine kurze Geschichte faschistischer Squats in Italien von Heiko Koch - 3. Folge

Rech­te Beset­zun­gen in Rom

Der Beitrag erschien zuerst hier

Als Bewe­gungs­par­tei steht Casa­Po­und Ita­lia in einem klas­si­schen Wider­spruch, unter­schied­li­che und teils diver­gie­ren­de Ansät­ze mit­ein­an­der ver­ei­ni­gen zu müs­sen. Mit dem Schritt zur Par­tei hat sich Casa­Po­und nach 10 Jah­ren Bewe­gung nicht nur eine wei­te­re Opti­on zur Erkämp­fung der Macht im Staat geschaf­fen. Casa­Po­und Ita­lia befin­det sich nun als Par­tei in dem ver­re­gel­ten und büro­kra­ti­schen Sys­tem der Par­tei­en, Insti­tu­tio­nen und Ver­wal­tun­gen, sowie in einem ver­pflich­ten­den Sys­tem von Lega­li­tät und Serio­si­tät. Die­ses Sys­tem folgt ande­ren Logi­ken und Gesetz­mä­ßig­kei­ten als eine Bewe­gung. Die­se, die Macht und den Staat sta­bi­li­sie­ren­de Ele­men­te und Kräf­te ver­tra­gen sich schwer mit dem Cha­rak­ter einer Bewe­gung, der es vor­ran­gig dar­um geht, Pro­test zu arti­ku­lie­ren und Aktio­nen mit dem Ziel sozia­ler und poli­ti­scher Ver­än­de­run­gen zu star­ten. Bewe­gun­gen befin­den sich in einem per­ma­nen­ten Zustand der Mobi­li­sie­rung, sonst sta­gnie­ren sie, ver­lie­ren an Kohä­renz, Antrieb und Ziel­set­zun­gen und hören schließ­lich auf Bewe­gung zu sein. Bewe­gun­gen sind dar­auf aus, Stra­te­gie und Tak­tik, Pro­pa­gan­da und Akti­on, Zeit und Ort ihres Akti­vis­mus nach ihren eige­nen Bedürf­nis­sen, Zie­len und Logi­ken der Ver­än­de­rung und nicht nach der ver­ord­nen­den Regeln der jewei­li­gen Macht­struk­tu­ren zu bestim­men, denen sie unter­wor­fen sind. In die­sem — mit dem Wahl­er­folg wach­sen­den — Spa­gat befin­det sich Casa­Po­und Ita­lia seit fünf Jah­ren. Auf der einen Sei­te das Bedürf­nis nach maxi­ma­lem Stim­men­zu­ge­winn und somit Ein­ord­nung in das bür­ger­li­che Par­tei­en­sys­tem mit sei­nen lega­lis­ti­schen Regeln. Auf der ande­ren Sei­te der natio­nal-revo­lu­tio­nä­re Anspruch eine Bewe­gung im Kampf um die Macht zu sein. Die­ser Kern­wi­der­spruch deu­tet auf Fra­gen mit außer­or­dent­li­chen Spalt- und Zen­tri­fu­gal­kräf­ten für eine Bewe­gungs­par­tei hin: Funk­tio­niert die Par­tei als Dienst­leis­ter der Bewe­gung? Ist die Par­tei Sprach­rohr, Finan­zier und Res­sour­ce der Bewe­gung? Oder ist sie gar Avant­gar­de der Bewe­gung — treibt sie die Bewe­gung nach vor­ne? Und umge­kehrt: Ver­kommt die Bewe­gung ledig­lich zur Rekru­tie­rungs­ba­sis, Mobi­li­sie­rungs- und Wähler*innenreservoir einer sich von der Basis abset­zen­den und ver­bür­ger­li­chen­den Par­tei­struk­tur? Wird die Bewe­gung im Lau­fe der Zeit zu einer abge­nutz­ten und ver­sie­gen­den Schöpf- und Kraft­quel­le der Par­tei? Oder schaf­fen es Par­tei und Bewe­gung sich gegen­sei­tig und dau­er­haft zu ergän­zen und zu befruch­ten?

Man wird sehen, wie sich in Zukunft die Bewe­gungs­par­tei Casa­Po­und Ita­lia ent­wi­ckeln wird. Aktu­ell wür­de eine Räu­mung der Via Napo­leo­ne III nicht nur ein Schlag­licht auf die­se Ent­wick­lung und den inter­nen Kon­flikt wer­fen. Eine Räu­mung der Zen­tra­le der Faschist*innen wür­de zur Zeit den „fascis­ti del ter­zo mill­en­nio“ (dt.: Faschist*innen des 3. Jahr­tau­sends) einen gehö­ri­gen Scha­den zufü­gen.

Rech­te Beset­zun­gen in Rom

Offi­zi­ell ent­stand die Bewe­gung Casa­Po­und Ita­lia am 26. Dezem­ber 2003 anläss­lich der Beset­zung eines sechs­stö­cki­gen Wohn­hau­ses in der Via Napo­leo­ne III im Stadt­teil Esqui­li­no. Die rech­ten Aktivist*innen, die sich in die­ser Nacht des Hau­ses Num­mer 8 unweit des römi­schen Haupt­bahn­hofs bemäch­tig­ten, ent­stamm­ten den ver­schie­de­nen Milieus der extre­men Rech­ten der ita­lie­ni­schen Haupt­stadt. Den Traditionsfaschist*innen der „MSI — Fiam­ma Tri­co­lo­re“, dem natio­nal-revo­lu­tio­nä­ren Skin­he­ad­mi­lieu der „Movi­men­to Poli­ti­co Occi­den­ta­le“, diver­ser faschis­ti­scher Jugend- und Stu­den­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen, die sich der so genann­ten „Ter­za Posi­zio­ne“ (dt.: Drit­ten Posi­ti­on) ver­bun­den sahen, sowie der Sub­kul­tu­ren des Rechts­rocks und der Fuß­ball­sta­di­en. Ihre Beset­zung nann­ten sie „Casa Pound“ — nach dem anti­se­mi­ti­schen, US-ame­ri­ka­ni­schen Lite­ra­ten Ezra Pound (1885 – 1972), der von 1924 bis 1945 in Ita­li­en leb­te und das faschis­ti­sche Regime unter Beni­to Mus­so­li­ni unter­stütz­te.3

Schon ein­ein­halb Jah­re zuvor hat­ten eini­ge von ihnen am 12. Juli 2002 in der Via Tibe­ri­na 801 eine leer­ste­hen­de Lie­gen­schaft — ein ehe­ma­li­ges „casa del fascio“ (dt.: Haus des Faschis­mus) – besetzt. 4 Sie nann­ten die Beset­zung „Casa Mon­tag“, nach dem gleich­na­mi­gen Hel­den aus Ray Brad­bu­rys Roman „Fah­ren­heit 451“, und nutz­ten es für sozio-kul­tu­rel­le und poli­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen. In ihrer Spra­che nann­ten die Faschist*innen die­se Beset­zung eine „Occup­a­zio­ne Non Con­for­me“ (ONC) (dt.: nicht-kon­for­me Beset­zung).

Die Bezeich­nung „non­con­for­me“ wur­de zu einem Mar­ken­zei­chen die­ser Sze­nen — vor allem bei Casa­Po­und. Casa­Po­und ver­steht sich als „non­kon­for­me“ Bewe­gung und nutzt die­se Bezeich­nung für ihre Beset­zun­gen, Buch­hand­lun­gen, Medi­en, Musik­bands, Mode­mar­ken usw. Die­ser Begriff hilft ihr, sich nach außen hin nicht dau­er­haft ver­or­ten und fest­zu­le­gen zu müs­sen, bzw. ver­or­tet und fest­ge­legt zu wer­den. Der­art dif­fus defi­niert und dar­über flu­id hand­lungs­fä­hig, sin­ken die sich bie­ten­de Angriffs­flä­chen für ihre poli­ti­schen Gegner*innen. Somit nutzt Casa­Po­und Ita­lia hier eine der Dis­kurs­stra­te­gi­en der „Nou­vel­le Droi­te“.Die Beset­zung der „Casa Mon­tag“ und die kom­men­den Beset­zun­gen wur­den nicht allein von dem Kreis getra­gen, der spä­ter Casa­Po­und bil­den soll­te. So besetz­ten ande­re Faschist*innen, die der „Alle­an­za Nazio­na­le“ nahe stan­den, u.a. die „Azio­ne Gio­va­ni“ (dt.: Jun­ge Akti­on), im Sep­tem­ber 2003 ein Gebäu­de in der römi­schen Via Capo D’Africa und nann­ten es „Foro 753“.5 Von die­sen bei­den ers­ten erfolg­rei­chen Beset­zun­gen ermun­tert, erfolg­te eini­ge Mona­te spä­ter die Beset­zung in der Via Napo­leo­ne III. Gian­lu­ca Ianon­ne & Co. zogen von der Peri­phe­rie in das Zen­trum Roms. Aus der Miets­ka­ser­ne in der Nähe des Haupt­bahn­hofs wur­den Natio­nal­fah­nen gehängt und Ban­ner mit den Paro­len „Con­tro ogni usura“, “No al caro­vi­ta” und “L’affitto è usura” (dt.: „Gegen jede Form von Wucher“, „Nein zur (Lebens-)Verteuerung“ und „Mie­te ist Wucher“) an der Fas­sa­de ange­bracht. Die Beset­zung wur­de als „Occup­a­zio­ne a Scopo Abi­ta­tivo“ (OSA) (dt.: Beset­zung zu Wohn­raum­zwe­cken) bezeich­net und soll­te, wie wei­te­re anste­hen­de Beset­zun­gen, neben poli­ti­schen und sozio­kul­tu­rel­len Zwe­cken auch zum Woh­nen für eth­nisch rein „ita­lie­ni­sche“ Fami­li­en die­nen.

„Casa Mon­tag“ an der Via Tibe­ri­na 801 über­nah­men der­weil ande­re, vor allem Mit­glie­der der faschis­ti­schen Kleinst­par­tei „For­za Nuo­va“ nutz­ten das Gebäu­de. Dabei auch als Waf­fen­la­ger für Dut­zen­de ras­sis­ti­sche Über­fäl­le auf ben­ga­li­sche Einwander*innen in Rom in den Jah­re 2012 und 2013. Die­se pogrom­ar­ti­gen Über­fäl­le wur­den unter dem Namen „Ban­g­la Tours“ ita­li­en­weit bekannt. 6

Schon Ende der 1980er und in den 1990er Jah­ren hat­ten ita­lie­ni­sche Faschist*innen ver­sucht mit Beset­zun­gen den seit den 1970er Jah­ren von der radi­ka­len Lin­ken prak­ti­zier­ten Beset­zun­gen der „Cen­tri Socia­li“ nach­zu­ei­fern, waren damit aber zunächst geschei­tert. Erst die Beset­zun­gen in der Via Tibe­ri­na, der Via Capo D’Africa und der Via Napo­leo­ne III führ­ten zu einem dau­er­haf­ten Erfolg. Dies lag vor allem an der Hal­tung des dama­li­gen Bür­ger­meis­ters von Rom, des Sozi­al­de­mo­kra­ten Wal­ter Vel­tro­ni, der von 2001 bis 2008 die Geschi­cke der „ewi­gen Stadt“ lenk­te.[9] Als ehe­ma­li­ger Abge­ord­ne­ter der kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Ita­li­ens und Ex-Chef­re­dak­teur der lin­ken Tages­zei­tung „L‚Unità“ befand er, dass auch die ita­lie­ni­schen Neo-Faschist*innen über staat­lich unkon­trol­lier­te Räu­me in Rom ver­fü­gen soll­ten. Selbst ange­sichts der anstei­gen­den faschis­ti­schen Gewalt­ex­zes­se bis hin zum Mord, wie z.B. an den 26jährigen Römer Rena­to Bia­get­ti im Jahr 2006, blieb Vel­tro­ni 7 bei die­ser Mei­nung und tole­rier­te die Beset­zun­gen der Faschist*innen in der von ihm regier­ten Stadt. Die faschis­ti­sche Jugend Roms nutz­te den für sie aus­ge­roll­ten „roten Tep­pich“ und star­te­te im Som­mer 2004 eine Rei­he von Haus­be­set­zun­gen in der Haupt­stadt, denen sie die Bezeich­nung „Casa d’Italia“ (dt. Ita­lie­ni­sches Haus) gaben. Dabei schei­ter­ten sie an den kapi­ta­lis­ti­schen Eigen­tums­ver­hält­nis­sen. Ande­re Immo­bi­li­en­be­sit­zer besa­ßen nicht so viel Tole­ranz wie die Ex-Kommunist*innen der römi­schen Sozi­al­de­mo­kra­tie. Die Beset­zun­gen der „Casa d’Italia Pario­li“ (10.07.2004 – 26.01.2005) in der Via Lima 51, das „Casa d’Italia Boc­cea“ (17.07.2004 – 11.10.2005) in der Via di Boc­cea 496, sowie des „Casa d’Italia Tor­ri­no“ (15.08.2004, umge­hend geräumt) in der Via Mar del­la Cina und die Beset­zung des „Mafar­ka“ in der Via dei Set­te Cami­ni 11 (15.08.2004, umge­hend geräumt) währ­ten nicht lan­ge. Eine wei­te­re Beset­zung unter den Namen der futu­ris­ti­schen Roman­fi­gur „Mafar­ka“ in der Via­le Etio­pia 81 schei­ter­te eben­falls und wur­de im Dezem­ber 2004 zeit­nah geräumt. Waren also die anfäng­li­chen Beset­zun­gen aus den Jah­ren 2002 und 2003 von Erfolg gekrönt, schei­ter­ten die Beset­zun­gen in den Jah­ren 2004 und 2005 über kurz oder lang.

Die rech­te Besetzer*innen-Szene Roms wur­de erst wie­der im Jahr 2006 aktiv. Sie nann­ten sich nun „Cir­cui­to OSA/ONC“ (dt.: Lei­tung der Beset­zun­gen für Wohn­raum und der nicht-kon­for­men Beset­zun­gen) oder „Coor­di­na­men­to OSA“ (dt.: Koor­di­na­ti­on von Beset­zun­gen für Wohn­raum) und Gian­lu­ca Ianon­ne trat als ihr Spre­cher auf. So wur­den am 8. März 2006 Räum­lich­kei­ten für eine Sport­hal­le mit den Namen „Pale­s­tra Popola­re Pri­mo Car­ne­ra“ in der Via Ser­gio Tofa­no 6 im Stadt­teil Vig­ne Nuo­ve besetzt. Die­ser Ort gelang­te Jah­re spä­ter zu eini­ger Berühmt­heit, da er zu die­sem Zeit­punkt Sitz der neo-nazis­ti­schen Grup­pe „Mili­tia“ gewor­den war, gegen die wegen diver­ser anti­se­mi­ti­scher Pro­pa­gan­da­de­lik­te und Angrif­fe ermit­telt wur­de. 8 Eine wei­te­re Ört­lich­keit wur­de am 13. Juni 2006 in Via del Tin­to­ret­to besetzt. Auch sie wur­de nach Filip­po Tom­ma­so Mari­net­tis (1876 — 1944) Roman „Mafar­ka der Futu­rist“ aus dem Jahr 1909 benannt. Die unter einer Unter­füh­rung lie­gen­de “Gal­le­ria Mafar­ka” wur­de aber eini­ge Tage spä­ter geräumt. Mit mehr als spär­li­chen Infor­ma­tio­nen belegt sind die angeb­li­chen Wie­der­be­set­zun­gen und -bele­bun­gen der „Casa d’Italia“ in den römi­schen Bezir­ken Tori­no und Boc­cea. Ledig­lich die Daten des Räu­mungs­ver­suchs „Casa d’Italia Tor­ri­no“ am 5. Okto­ber 2006 und der Räu­mung des „Casa Ita­lia Boc­cea“ am 11. Okto­ber 2006 sind in Erfah­rung zu brin­gen.9 Eben­falls soll der im Jahr 2006 gegrün­de­te Bloc­co Stu­den­tes­co, die Schü­ler- und Stu­den­ten­or­ga­ni­sa­ti­on der Casa­Po­und, sei­nen Orga­ni­sa­ti­ons­sitz im glei­chen Jahr im Stadt­teil Fla­mi­nio besetzt haben. Der 15 Qua­drat­me­ter gro­ße Raum an der Piaz­za Perin del Vaga 1 wur­de erst am 23. März 2015 wie­der geräumt.10 Das Jahr 2006 war somit eher ein Jahr der zähen Bemü­hun­gen als ein Jahr des Erfolgs.

Im Jahr 2007 flau­ten die faschis­ti­sche Beset­zungs­be­mü­hun­gen wei­ter ab. Den­noch konn­ten die rech­ten Besetzer*innen eini­ge Erfol­ge ver­zeich­nen. Anfang des Jah­res, am 26. Janu­ar 2007, fand eine Beset­zung „sot­to la ban­die­ra del­la Fiam­ma Tri­co­lo­re“ (dt.: unter der Fah­ne der Fiam­ma Tri­co­lo­re) in der Via degli Orti Di Mala­bar­ba im Stadt­teil Casal Ber­to­ne statt. Hier ent­stand der „Cir­co­lo Futu­ris­ta Casal Ber­to­ne“, der heu­te noch als Casa­Po­und-Sitz besteht. In den Fol­ge­jah­ren beklag­ten die Cen­tri Socia­li des Stadt­teils Über­grif­fe und Gewalt durch die dort ver­keh­ren­den Faschist*innen. In Fol­ge des­sen kam es immer wie­der zu mili­tan­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen rech­ten und lin­ken Hausbesetzer*innen. 11 Die rech­ten Über­grif­fe und Atta­cken ver­hal­fen der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Regie­rung von Rom anschei­nend nicht zur Ein­sicht. Viel­mehr kam die Kom­mu­nal­ver­wal­tung unter Wal­ter Vel­tro­ni den Faschist*innen erneut ent­ge­gen und über­gab den im Juni 2005 ver­trie­be­nen Faschist*innen aus der Via Capo d’Africa ein von der Stadt reno­vier­tes und ein­ge­rich­te­tes Gebäu­de in der Via Beve­ri­no 49, wo sich auch heu­te noch ihr „Foro 753“ befin­det. 12 Bei der Ein­wei­hung im Stadt­teil Tor­revec­chia anläss­lich des his­to­ri­schen Grün­dungs­da­tums der Stadt Rom, dem 21. April 753 vor Chris­ti Geburt13, erschien dann auch das Sympathisant*innen- und Unter­stüt­zungs­um­feld des „Foro 753“.14 Ruti­lio Ser­mon­ti 15, einer der Grün­der der „Ordi­ne Nuo­vo“16, Repräsentant*innen der „Fiam­ma Tri­co­lo­re“, der „For­za Nuo­va“ und der „SPQR Skin­heads“. Heu­te fin­den im „Foro 753“ Lesun­gen, Buch­prä­sen­ta­tio­nen, Thea­ter­auf­füh­run­gen, Kon­zer­te und poli­ti­sche Debat­ten statt. Sport­un­ter­richt für Kin­der wird ange­bo­ten, Kampf­sport im eige­nen „Pale­s­tra Mar­co Aure­lio Boxe“ trai­niert, Lebens­mit­tel gesam­melt und an „rein“ ita­lie­ni­sche Fami­li­en ver­teilt. Nach zwölf Jah­ren ist das „Foro 753“ immer noch ein klas­si­sches „Occup­a­zio­ne Non Con­for­me“.

3 Wiki­pe­dia: Ezra Pound

4 „I colo­ri del nero: il ros­so. Casa­Po­und“ (You­Tube, Video von 2004)

5 „Il cen­tro socia­le? Anche di Des­tra Ecco le Occup­a­zio­ni Non Con­for­mi“ (La Repubbli­ca, 25.01.2004)

6 „I raid di For­za Nuo­va con­tro i ben­ga­le­si: «Pest­ag­gi ter­a­peu­ti­ci»“ (Cor­rie­re del­la Sera, 4.1.2016) „For­za Nuo­va, i tra­di­to­ri «pro­ces­sa­ti» nel caso­la­re con i bus­ti del Duce“ (Cor­rie­re del­la Sera, 19.01.2016); „Ope­ra­zio­ne “Ban­g­la­tour”: indaga­ti per vio­len­ze raz­zis­te 13 gio­va­ni di estre­ma des­tra“ (Fan­page, 14.01.2016

7 Wiki­pe­dia: Wal­ter Vel­tro­ni

8 „Inau­gu­ra­zio­ne Pale­s­tra Popola­re Pri­mo Car­ne­ra e sede M.P. Mili­tia“ (You­tube, 30.09.2009); „Mili­tia, arre­sta­to Ste­fa­no Schia­vul­li sequestra­ta la pale­s­tra Pri­mo Car­ne­ra“ (La Repubbli­ca, 11.06.2010)

9 „Sgom­be­ri a sen­so uni­co“ (Il Giorna­le, 12.10.2006); „Sgom­ba­ta Casa d’I;„Quartiere Casa­l­ber­to­ne“ (Autis­ti­ci, Doku­men­ta­ti­on aus dem Jahr 2012); „Casal Ber­to­ne, batta­glia in piaz­za tra cen­tri socia­li e Casa­Po­und“ (La Repubbli­ca, 27.02.2017)

12 Face­book-Site des Foro 753; „L’evento. Die­ci anni di Foro 753: a Roma il pri­mo mee­ting degli spa­zi socia­li non con­for­mi“ (Bar­ba­dil­lo, 05.102013)

13 Wiki­pe­dia: Nata­le di Roma

14 „L’organizzazione di Alle­an­za Nazio­na­le “Foro753”“ (Maldes­tra, 17.03.2009)

15 Wiki­pe­dia: Ruti­lio Ser­mon­ti

16 Wiki­pe­dia: Cen­tro Stu­di Ordi­ne Nuo­vo; Wiki­pe­dia: Ordi­ne Nuo­vo (movi­men­to)

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