MenuMENU

zurück zu Main Labor

29.03.2019, Jamal Tuschick

Migration Matters

Für mehr Austausch und politische Bildung - Ein Beitrag von Alma Dewerny

Macherinnen

In der neuen Media Residents Webshow „Kein Schöner Amt“ verkürzt Protagonistin Jielt Ayse (Idil Baydar) die Wartezeiten auf dem Amt, durch das Dealen mit Wartemarken. Die erste Folge „Herz öffnen“ hat den thematischen Schwerpunkt „Willkommenskultur“. Es werden Initiativen und Angebote für Geflüchtete vorgestellt. Zum Beispiel der gemeinnützige Verein Migration Matters , der sich in der öffentlichen Debatte zum Thema Migration für mehr Austausch und Aufklärung engagiert.

Der Beitrag erschien zuerst hier

Bitte stell eure Initiative einmal vor.
Migration Matters ist ein gemeinnütziger Verein, der 2016 gegründet wurde, als Reaktion auf die Berichterstattung zu der sogenannten Flüchtlingskrise. Unser Ziel ist heute wie damals, die öffentliche Debatte zum Thema Migration und Vielfalt, nuanciert und evidenzbasiert mitzugestalten. Hierzu produzieren wir kurze Videos, bestehend aus Interviews mit sachverständigen Experten aus der Wissenschaft und der Praxis, denen wir scheinbar einfache Fragen stellen, wie z.B. „Nehmen uns die Migranten unsere Jobs weg?“ oder „Warum kommen sie denn alle nach Europa?“. Diese Videos stellen wir mit weiterem Lernmaterial kostenlos bereit.  Alle unserer Videos sind jederzeit, kostenlos und in mehreren Sprachen anzusehen auf YouTube.

Wofür engagiert Ihr euch?

Als Team (ich, Kelly, zusammen mit Sophia und Bernadette) engagieren wir uns für gesellschaftlichen Austausch und politische Bildung, mit dem Schwerpunkt Nuancen in der Debatte über Migration, Flucht und Vielfalt. Wir finden, es gibt viel Komplexität in der Welt, die wir alle zumindest zu verstehen versuchen sollen. Diese Komplexitität muss nicht vereinfacht werden, aber darüber reden können – das sollen wir schon. Migration – Einwanderung, Auswanderung, Flucht – und Integration bilden genau ein solches komplexes Feld, das auch ein wesentlicher Teil einer modernen v.a. demokratischen Gesellschaft ist. 

Zu diesem Themenfeld gibt es viele Meinungen, viele Interessen und auch viele Ängste und Problemstellen. Es gibt auch viele Fakten und Zahlen, die in verschiedene Richtungen zeigen. Wir arbeiten hart daran, diese verschiedenen Positionen, Perspektiven und Informationen zugänglich zu machen und dabei eine ausgeglichene Diskussion zu diesem Themen, zu ermöglichen.

Was sind eure Zukunftspläne?

2016 haben wir den Advocate Europe Preis gewonnen, was uns ermöglicht hat, unseren bislang größten Kurs „Rethinking Us & Them: Integration and Diversity in Europe“ zu produzieren.Wir arbeiten stets daran, nachhaltiger zu werden, was unsere Projektarbeit und die Struktur unserer Organisation angeht. In dieser Hinsicht freuen wir uns sehr, dass wir ein Teil einer Arbeitsgemeinschaft sind, die den allerersten Online-ERASMUS-MOOC zum Thema Nationalismus in Europa produzieren und begleiten wird. An einem EU-Projekt teilzunehmen ist sowohl eine große Chance, als auch eine große Herausforderung. Wir werden eine sogenannte „Best-Of“-Reihe Ende März veröffentlichen. Eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion außerhalb Berlins wird auch vor April stattfinden – den Ort dafür wissen wir noch nicht, da das ein Teil einer Kampagne von uns ist, wodurch Organisationen sich für unsere Veranstaltung bewerben können. Wir probieren also gerne neue Formate, neue Kampagnen aus. Das macht uns Spaß und hilft uns auch dabei, neue Richtungen und neue Möglichkeiten zu erkennen.Suchst du Unterstützung bei einem Projekt?

Wie schon erwähnt, ist es schwierig diese Produktionsarbeit kontinuierlich zu leisten, ohne zu wissen, wer in den kommenden Monaten die Rechnungen zahlt. Wir haben viel Unterstützung und Anerkennung bekommen auf einer punktuellen Basis, aber so was wie eine Strukturförderung würde uns ermöglichen, mehr Zeit und Ressourcen in Partnerschaften, in Bildungsinitiativen, in andere und neue Formate und v.a. in die Bewerbung und Verteilung unserer Videos zu investieren.

Aber jeder kann unser Projekt unterstützen, indem sie/_/er unsere Videos guckt, diskutiert und verteilt  

Hier findet ihr mehr zu Migration Matters

Homepage: migrationmatters.me
Facebook: facebook.com/MigrationMatters
YouTube Kanal: Migration Matters
Twitter: twitter.com/migrmatters

Ein Projekt von:

Gesicht Zeigen! ruft auf, zeigt an, greift ein – für ein weltoffenes Deutschland. www.gesichtzeigen.de

Newsletter bestellen
Textland auf Facebook
Karten bestellen