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05.04.2019, Jamal Tuschick

Transitioning from Migration - Vom 4. bis zum 7. April findet das African Book Festival im Berliner Traditionskino Babylon statt. Für viele hat das African Book Festival eine Türöffnerfunktion. Die Protagonist*innen sind Repräsentant*innen der weltumspannend aktivistischen Neuen Sozialen Bewegungen. Sie werden als Politiker*innen wahrgenommen. Die Kunst ist wieder politisch. Ece Temelkuran brachte es vor ein paar Tagen in der Volksbühne auf den Punkt: „Wir sind anders – Wir sind keine Partei, sondern eine Bewegung.“

Immigration will save Europe from itself

Stefanie Hirsbrunner, Denis Scheck kurz vor der Eröffnung des African Book Festivals 2019

Von links: Ellah Wakatama Allfrey, Tsitsi Dangarembga, Flora Veit-Wild, Olumide Popoola

Fear of difference makes us into monsters.

Das war ein Schlüsselsatz des Eröffnungsabends. Die Einsicht schillert im Spektrum zwischen Differenz und Diversität – und der Gewissheit, dass Migration das Auf und Ab an der Wall Street, den Brexit, die Xenophobie und alle Trumps als march of the people überleben wird. Ben Okri fand dafür ein fabelhaftes Bild: Bäume haben Wurzeln, Menschen haben Beine.  

Für viele hat das African Book Festival eine Türöffnerfunktion. Die Protagonist*innen sind Repräsentant*innen der weltumspannend aktivistischen Neuen Sozialen Bewegungen. Sie werden als Politiker*innen wahrgenommen. Die Kunst ist wieder politisch. Ece Temelkuran brachte es vor ein paar Tagen in der Volksbühne auf den Punkt:

„Wir sind anders – Wir sind keine Partei, sondern eine Bewegung.“

Aus dem Ankündigungstext

2018 fand das Festival zum ersten Mal statt und war sofort ein riesen Erfolg. Knapp vierzig Autor*innen sprachen im historischen Kino Babylon über ihre Bücher, das Handwerkszeug des Schreibens und sozio-politische Themen. Über 1.000 Menschen besuchten die verschiedenen Veranstaltungen rund um das Thema „Writing in Migration“.

Das Festival wird von der Literaturagentur InterKontinental präsentiert. Während die Geschäftsführerinnen der Agentur, Karla Kutzner und Stefanie Hirsbrunner, die Direktion übernehmen, liegt die künstlerische Leitung in den Händen der renommierten simbabwischen Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga. Um dem afrikanischen Kontinent in seiner immensen Vielfalt bestmöglich gerecht zu werden, wechseln sowohl der thematische Fokus als auch der/die Kurator*in jedes Jahr.

Das Festival findet dieses Jahr unter dem Motto „Transitioning from Migration“ statt. Es schließt somit thematisch unmittelbar an die angestoßenen Debatten des Vorjahres an. Während bei der ersten Ausgabe des Festivals Migration als In-Bewegung-Sein des Menschen begriffen wurde, steht 2019 die Entwicklung von Zukunftsvisionen im Zentrum. Die Ideen afrikanischer Autor*innen, ihr Wissen und ihre Perspektiven stehen im Mittelpunkt. Die Gesprächsinhalte bei „Transitioning from Migration“ werden sich grundlegend von anderen Literaturevents unterscheiden, da das Programm explizit von afrikanischer Seite her gestaltet wird.

Referenten/Akteure:

Ainehi Edoro, Ayesha Harruna Attah, Ayindé Howell, Ben Okri, Bibi Bakare-Yusuf, Chiké Frankie Edozien, Chirikure Chirikure, Christiane Frohmann, Christopher Mlalazi, Claudia Kaiser, Clementine Ewokolo Burnley, Denis Scheck, Donald Molosi, Ellah Wakatama Allfrey, Elma Shaw, Emmanuel Sigauke, Flora Veit-Wild, Franza Drechsler, Fred Khumalo, Fungai Tichawangana, Harriet Anena, Ijangolet S Ogwang, Jama Musse Jama, James Murua, John Eppel, Jörg Petzold, Josephine Apraku, Jude Dibia, Karla Kutzner, Magda Birkmann, Musa Okwonga, Namwali Serpell, Novuyo Rosa Tshuma, Olumide Popoola, Panashe Chigumadzi, Pumla Dineo Gqola, Safia Elhillo, SchwarzRund, Sefi Atta, Shadreck Chikoti, Shanon Bobinger, Siphiwe Gloria Ndlovu, Stefanie Hirsbrunner, Sue Nyathi, Syl Ko, Thando Mgqolozana, Tsitsi Dangarembga, Venice Trommer, Yana Makuwa, Zakes Mda

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