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15.04.2019, Jamal Tuschick

Pressemitteilung des Ballhauses Naunynstraße

Am Sa, 27. April, um 19 Uhr laden wir Sie herzlich zur Eröffnung des Festivals Postcolonial Poly Perspectives ein und im Anschluss, ab 20 Uhr, feiern wir die Premiere der Performance STRICKEN von Magda Korsinsky.

Die Premiere von STRICKEN eröffnet ein “Festival der Überlänge”, es heißt Postcolonial Poly Perspectives. Über zwei Spielzeiten hinweg, von April bis Dezember 2019, legt das Ballhaus Naunynstraße mit diesem Festival den thematischen Schwerpunkt auf unseren Alltag. Es präsentiert künstlerische, aktivistische und theoretische Ansätze von Schwarzen Protagonist*innen und People of Color zur Dekolonisierung der Gegenwart. Kolonialität bestimmt auf vielen Ebenen unseren Alltag, haftet an den Dingen, an Alltags- und Kulturgegenständen, wirkt bis in die eigenen vier Wände hinein, in Essen und Trinken, Erben und Kaufen. Das Festival zeigt künstlerische Methoden auf, die Körper, die Dinge der Kunst, der Warenwelt, der Archive aus der kolonial fixierenden Rahmung zu schieben und die Perspektiven zu vervielfältigen. Von und mit: Josephine Apakru, Bishop Black, Nasheeka Nedsreal, Julien Enzanza, Olani Ewunnet, Syl Ko, Magda Korsinsky, Dafna Maimon, Tuleka Prah, Stefanie Sourial, TRVΛNIΛ, Chima Ugwuoke,  SchwarzRund, Jasco Viefhues, Duduzile Voigts, meLê yamomo, Vina Yun, u.v.m.  
 
Die Basis der Choreografie STRICKEN sind Interviews mit afrodeutschen Frauen, deren weiße Großmütter in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt haben. Es ist eine Spurensuche. Inwieweit werden Handlungen, Gesten und Überzeugungen über 
Generationen weitergegeben, verändert oder abgelehnt? Magda Korsinsky und die beiden Performerinnen Naê und Hilla Steinert setzen sich in STRICKEN kritisch mit dem Erbe unserer Vorfahren auseinander. Eine Leerstelle in der deutschen Geschichtenschreibung wird hier angegangen und eine analytische Aufgabe für den Tanz. 
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