MenuMENU

TERMIN: Samstag, 28. November 2026, 18–21 Uhr
ORT: Kulturforum Hanau, Am Freiheitsplatz 18 a, 63450 Hanau
EINTRITT: frei

Seit seiner Gründung hat sich das Textland Literaturfest als Forum der Gegenwartsliteratur in Frankfurt und der Rhein-Main-Region fest etabliert. 2026 lädt es zum neunten Mal Teilnehmende und Publikum ein, sich unter dem Jahresmotto „Hoffnung“ mit den drängenden Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen.

Samstag, 28. November 2026, 18–21 Uhr
Nuran David Calis © Costa Belebasakis

Einlass ab 17:30 Uhr

18:00 Uhr – Keynote | Podiumsgespräch | Szenische Lesung

Hoffnung als Widerstand – Nuran David Calis: Rausch. Moderation: Karin Zennig

Mit einem Impulsvortrag führt der Autor, Theater- und Kinoregisseur Nuran David Calis in das Thema „Hoffnung als Widerstand“ ein. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion in Kooperation mit medico international stehen Handlungsstrategien gegen Rechts und Aktionen lokaler oder bundesweiter Bündnisse für ein tolerantes Miteinander im Mittelpunkt.

Hier tauschen sich Nuran David Calis, die im Berliner Exil lebende Vertreterin der Afghanistan Women's Studies Academy Zahra Mousawy und ein(e) Vertreter:in der Initiative 19. Februar über unterschiedliche Formen des Widerstands aus und machen deutlich, wie widerständiges Handeln hilft, die Hoffnung zu bewahren. Die Politikwissenschaftlerin Karin Zennig führt durch das Gespräch.

Begleitens lesen Schüler:innen aus Nuran David Calis' neuen Roman Rausch.

Nuran David Calis wurde 1976 als Sohn einer Jüdin und eines Armeniers in Bielefeld geboren. In seinen mehrfach ausgezeichneten Theaterstücken setzt er sich mit Herkunft, Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Spannungen auseinander und stellt unbequeme Fragen. Wie etwa in den Produktionen NSU2.0 oder LEAKS: von Mölln bis Hanau. In beiden Stücken führt er das Systemversagen von Verfassungsschutz und Polizei vor Augen, das die jahrelangen Terrorakte der Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund und die Vielzahl der von 1992 bis 2020 rassistisch motivierten Morde ermöglichte. Auch sein Anfang des Jahres erschienener autofiktionaler Roman Rausch widmet sich den Themen Rassismus, postmigrantische Identität und systemische Diskriminierung.

Zahra Mousawy, Schriftstellerin, Journalistin und Sozialforscherin aus Afghanistan, ist Gründerin und Direktorin der medico-Partnerorganisation Afghanistan Women's Studies Academy (AWSA).
Ihre journalistische Karriere begann sie 2002 beim staatlichen Radio- und Fernsehnetzwerk in Kabul und verfügt mittlerweile über breite Erfahrung in der Produktion von Inhalten für Redaktionen in Kabul und für Presseagenturen. Seit Jahrzehnten setzt sie sich für unabhängige Frauenrechtsbewegungen im ganzen Land und in der Region ein. Als Forscherin publiziert Zahra Mousawy zu sozialen Themen, insbesondere zu Geschlechtergleichheit. Sie lebt in Berlin und arbeitet für mehrere persische Medien.

Die Politikwissenschaftlerin Karin Zennig ist bei medico international in der Öffentlichkeitsabteilung für die Region Südasien und das Thema Klimagerechtigkeit zuständig. Sie setzt sich in ihrer vielfältigen publizistischen Tätigkeit in verschiedenen Medien, darunter die Blätter für deutsche und internationale Politik, insbesondere mit den sozialen und ökologischen Folgen des Klimawandels auseinander und legt den Fokus auf die Verbindung von Klimagerechtigkeit und globaler Politik. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagiert sich Karin Zennig auch gesellschaftlich. Sie ist Aktivistin und beteiligt sich seit der Gründung im März 2020 an der Initiative 19. Februar.

 


Programmheft Textland 2026
ZUM DOWNLOAD


Büchertisch der Buchladen am Freiheitsplatz

 


Veranstalter: Förderkreis Frankfurt e. V. – Kultur & Diskurs
In Kooperation mit: Magistrat der Stadt Hanau und medico international