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Maryam Kishawarz © PEN Deutschland

Maryam Kishawarz

Maryam Kishawarz, geboren am 10. Mai 2003 in Afghanistan, ist Autorin und Sprachlehrerin, deren Werk sich der Stärkung der Eigenverantwortung von Frauen und Jugendlichen sowie der persönlichen Transformation widmet. Ihr Werdegang ist geprägt von einem frühen literarischen Engagement und dem mutigen Einsatz für Bildung unter repressiven gesellschaftlichen Bedingungen. Sie war die erste und jüngste afghanische Schülerin, die eine offizielle ISBN-Nummer vom Ministerium für Kultur und Information der früheren afghanischen Regierung erhielt. In ihren Werken thematisiert sie die Lebensumstände afghanischer Frauen, gesellschaftliche Herausforderungen für Männer sowie Wege zur persönlichen Weiterentwicklung. Insgesamt verfasste sie fünf Bücher, von denen drei bereits veröffentlicht wurden. Trotz der massiven Einschränkungen für Frauen in Afghanistan unterrichtete sie von Juni 2024 bis Mai 2025 ehrenamtlich Deutsch für Anfängerinnen in Kabul. Seit Juni 2025 ist sie als Online-Sprachlehrerin für die „Fatima Deutsch Akademie“ tätig und vermittelt Deutschkenntnisse an Afghanen und Iraner. Aufgrund der politischen Verfolgung und der Zensur weiblicher Stimmen in ihrer Heimat musste Maryam Kishawarz Afghanistan verlassen. Seit Januar 2026 ist sie Elsbeth-Wolffheim-Stipendiatin der Wissenschaftsstadt Darmstadt und wird vom PEN Deutschland betreut, der ihr einen geschützten Raum für ihr kreatives Schaffen und den Austausch mit der literarischen Gemeinschaft ermöglicht.

 

 


Maryam Kishawarz nimmt am Textland Literaturfest 2026 teil.

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