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24.10.2019, Jamal Tuschick

Immer auf dem Laufenden mit dem Mainlabor! - In Berlin läuft koreanisches Independent-Kino, und das bereits im dritten Jahr in Folge. Unter der Leitung des Koreanischen Kulturzentrums hat es sich das 2017 initiierte Filmfestival „Korea Independent“ zur Aufgabe gemacht, in Deutschland das koreanische Independent-Kino vorzustellen. 2019 wird das Festival vom 31. Oktober bis zum 5. November im Kino Babylon in Berlin-Mitte zelebriert. Zu den acht Filmen, welche die Berliner Zuschauer*innen erwarten, gehören sechs Independent- und zwei Dokumentarfilme.

Korea Independent 2019

Eröffnet wird „Korea Independent“ mit „Our Body“ von Regisseurin Ka-ram Han. Der Film beschreibt den Prozess, wie eine Frau, die mit ihrer ungewissen Zukunft hadert, zu laufen beginnt und den Schritt nach draußen wagt. Wer den Film sieht, der detailliert aufzeichnet, wie eine körperliche Veränderung einen Bewusstseinswandel nach sich zieht, wird vielleicht auch den Wunsch verspüren, mit dem Laufen anzufangen.

Wie soll man diesen besonderen Film erklären? „Maggie“, dessen außergewöhnlicher Charakter im Genre der Mystery Funky Comedy zu gründen scheint, beginnt mit einem „illegal aufgenommenen“ Röntgenbild von einer sexuellen Handlung. Die titelgebende „Maggie“ des Films ist sowohl ein Fisch in einem Wasserbecken als auch die Erzählerin der Geschichte. Wie ist das zu verstehen? Wer mehr wissen will, sollte „Maggie“ einen zweiten Blick schenken. Esd wäre bedauerlich, das grandiose Zusammenspiel von Joo-young Lee, Star des koreanischen Independent-Kinos, und Kyo-hwan Koo zu verpassen.

Nun sind bereits 30 Jahre seit dem Fall der Berliner Mauer vergangen. Aber Korea ist immer noch in der Situation der Teilung gefangen. „Let Us Meet Now” ist ein Episodenfilm, der in drei Teilen die Themen „Liebe“, „Zwiespalt“ und „Kommunikation“ verhandelt. Die Präsentation der Produktion in Berlin, das Teilung und Wiedervereinigung erlebt hat, macht dies zu einem außergewöhnlichen Event.

Als besonderes Merkmal der diesjährigen koreanischen Independent-Filme lässt sich vielleicht die Tatsache nennen, dass viele von minderjährigen Protagonistinnen und Protagonisten handeln, die der Zuwendung durch Erwachsene bedürfen. Darunter sticht „House of Hummingbird“ von Regisseurin Bo-ra Kim besonders hervor. „House of Hummingbird“, der auch zur diesjährigen Berlinale eingeladen war, ist ein gut gemachter Film, der vor der Kulisse des Jahres 1994 detailliert den Alltag der 14-jährigen Eun-hui aufzeichnet, die sich unablässig bewegt, um Aufmerksamkeit zu erhalten - ähnlich wie ein Kolibri, der in einer Sekunde 90 Mal mit den Flügeln schlägt.

Youngju”, die Hauptdarstellerin des gleichnamigen Films, verliert über Nacht ihre Eltern in einem Verkehrsunfall und schlägt sich mit ihrem jüngeren Bruder mehr schlecht als recht durch. Der Film porträtiert die Hoffnung, die durch die Begegnung mit Menschen entsteht, die man eigentlich nicht hätte treffen sollen. Eine warmherzige und realistische Geschichte, welche die Botschaft von Vergebung und Heilung, Trauer und Hoffnung vermittelt. „A Boy and Sungreen“ ist eine Abenteuergeschichte vor der Kulisse des Sommergrüns, in der ein Junge und ein Mädchen sich auf den Weg machen, um den Vater des Jungen zu suchen. Die Liebenswürdigkeit der beiden Schauspieler*innen, die den Jungen Bo-hui und das Mädchen Nog-yang verkörpern, überträgt auf die Zuschauer*innen für 99 Minuten einen Glücksvirus.

Ebenfalls gezeigt wird der Dokumentarfilm „The Sea of Itami Jun“, der Einblicke in das Leben und die Werksphilosophie eines international bekannten Meisterarchitekten gibt. Itami Jun, der auch als „Architekt des Windes“ bezeichnet wurde, erhielt 2005 den französischen Kulturorden Chevalier des Arts et Lettres, 2006 den Kim Swoo-geun-Preis und 2010 den Murano Togo Award, Japans höchsten Architekturpreis. Inhalt des Films ist der Werdegang des Itami Jun, eines in Japan geborenen Koreaners, der zum berühmten Architekten aufsteigt und aus der Perspektive eines in der Diaspora lebenden Fremden ein Echo in die Welt sendet.

Der Dokumentarfilm „Kim Gun“ nähert sich der 18. Mai Gwangju Demokratiebewegung im Jahr 1980 mittels einer neuen Methode. Als viel beachtetes Werk, dem 2015 vom Docs Port Incheon die Auszeichnung „Best Project“ verliehen wurde, hat er bei seiner Filmpremiere viele Themen angestoßen.

Ticket-Infos: https://babylonberlin.eu/programm/festivals/korea-independent

31.10
(Do)

19:00 (95Min.)
Our Body 아워 바디
anschließend
Publikumsgespräch
mit der Filmregisseurin

 

 

 

1.11
(Fr)

18:15 (85Min.)
Kim-Gun 김군

20:00 (85Min.)
Let Us Meet Now
우리 지금 만나

21:45 (89Min.)
Maggie 메기

 

2.11
(Sa)

15:30 (100Min.)
Youngju 영주

17:30 (112Min.)
The Sea of Itami Jun
이타미 준의 바다

19:45 (138Min.)
House of Hummingbird
벌새

22:15 (95Min.)
Our Body 아워 바디

3.11
(So)

16:00 (99Min.)
A Boy and Sungreen
보희와 녹양

18:00 (89Min.)
Maggie 메기
anschließend
Publikumsgespräch
mit der Filmregisseurin

und Schauspieler
Kyo-hwan Koo

20:30 (138Min.)
House of Hummingbird
벌새

 

4.11
(Mo)

18:00 (99Min.)
A Boy and Sungreen
보희와 녹양

20:00 (85Min.)
Kim-Gun 김군

21:45 (100Min.)
Youngju 영주

 

5.11
(Di)

17:15 (112Min.)
The Sea of Itami Jun
이타미 준의 바다

20:00 (85Min.)
Let Us Meet Now
우리 지금 만나

 

 

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