MenuMENU

Textland 2020 vor dem Schauspiel Frankfurt

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

wir müssen im Nachhinein von Glück sprechen. Denn dass das Literaturfestival Textland wie geplant am 23. und 24. Oktober in Frankfurt am Main vor Publikum stattfinden konnte, ist angesichts der jüngsten Entwicklungen nicht selbstverständlich. Unter Einhaltung strenger Hygienevorkehrungen erkundeten Podiumsdiskussionen, Performances und Lesungen das politische und ästhetische Potential zeitgenössischer deutschsprachiger Prosa, Theater und Lyrik. Zahlreiche Zuschauer*innen verfolgten das gesamte Festival zudem im Online-Livestream.

Wir möchten Sie nun einladen, mit uns gemeinsam auf das Festival zurückzublicken! Für die am 24. Oktober aufgenommenen Fotos danken wir Robert Schittko.

Ihre Faust Kultur Stiftung


Hadija Haruna-Oelker (Mitte) eröffnet den Textland Salon im Historischen Museum Frankfurt

Am 23. Oktober stand im Historischen Museum Frankfurt das Sprechen und Denken über Rassismus im Fokus. Dieser Textland Salon wurde kuratiert und moderiert von der Politikwissenschaftlerin Hadija Haruna-Oelker. Deniz Utlu, Sharon Dodua Otoo, Kübra Gümüsay, Zoe Hagen, Olivia Wenzel und Max Czollek kamen dort zu Wort.


Katja Herlemann und Leon Joskowitz begrüßen im Schauspiel Frankfurt

Impulsvortrag von Max Czollek über »Wehrhafte Kunst«

Podiumsdiskussion im Schauspiel Frankfurt

HÖRFUNK: Ein Mitschnitt der Podiumsdiskussion wird am 22. und 28. November in hr2-kultur gesendet.


Am 24. Oktober fand das ganztägige Textland Literaturfest in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Frankfurt, studioNAXOS und dem Publizisten Max Czollek statt. Der Tag begann mit Czolleks Impulsvortrag über »Wehrhafte Kunst« im Schauspielhaus und anschließender Podiumsdiskussion mit Nuran David Calis, Daniela Seel und Senthuran Varatharajah über Kunst in einer Gesellschaft radikaler Vielfalt. Hier können Sie diesen Teil des Festivals noch einmal sehen.

Live-Mitschnitt

Leon Joskowitz und Katja Herlemann begrüßen im StudioNAXOS

Anschließend präsentieren Lyriker*innen, Theater- und Romanautor*innen in Lesungen, Performances und Gesprächen im Theater Naxoshalle die Möglichkeiten und Perspektiven literarischer Formen, in denen die Realitäten einer pluralen Gesellschaft aufgehoben sind und weitergedacht werden: Mit Alexandru Bulucz, Max Czollek, Marina Frenk, Sandra Gugić, Ronya Othmann, Necati Öziri, Tucké Royale, Lea Schneider, Gerhild Steinbuch (zugeschaltet), Malu Peeters, Deniz Utlu und Olivia Wenzel sowie Schauspieler*innen und Mitgliedern des Studiojahrs am Schauspiel Frankfurt. Miryam Schellbach, Katja Herlemann und Leon Joskowitz moderierten.
Über die sehr gute Resonanz von den Autor*innen sowie Zuschauer*innen freuen wir uns sehr. Auch in der Tagespresse stieß das diesjährige Textland-Festival auf ein positives Echo.

Live-Mitschnitt II

Olivia Wenzel mit Malu Peeters

Tucké Royal, Miryam Schellbach, Necati Öziri und Gerhild Steinbuch (zugeschaltet)

Ronya Othmann und Miryam Schellbach

Deniz Utlu

Marina Frenk und Miryam Schellbach

Alicia Lindhoff schrieb in der Frankfurter Rundschau: »›Radikale Vielfalt‹ sei längst Realität im Land, sagt Czollek. Aber politisch werde mit starren Konzepten gearbeitet, ›als gäbe es diese Realität noch nicht‹. Kann die Kunst der Politik hier vorgreifen, kann sie der Raum sein, wo die desintegrierte Gesellschaft zu sich selbst findet?«. weiter

»Auf welche Weise Kategorien wie Wehrhaftigkeit oder Wiederstand in ästhetische Verfahren überführt werden können, wird in der Folge nicht systematisch besprochen – ein Nachteil. In Äußerungen von Autoren wie Kübra Gümüşay, Zoe Hagen und Daniela Seel, Deniz Utlu, Marina Frenk und Ronya Othmann, Sandra Gugić, Lea Schneider und Alexandru Bulucz zeigt der Umschlagpunkt sich dafür in all seiner Unterschiedlichkeit – ein Vorteil«, so Florian Balke in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Lea Schneider

Alexandru Bulucz

Sandra Gugić

Max Czollek

Das Textland Literaturfest fand in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Frankfurt und dem studioNaxos im Rahmen der Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur statt, der Textland Salon in Kooperation mit dem Historischen Museum Frankfurt.

Textland 2020 wird gefördert vom Kulturfonds FrankfurtRheinMain, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main sowie der Dr. Marschner Stiftung (Schauspiel Frankfurt).

Jonathan Lutz, Mark Tumba, Nora Solcher, Sabah Zora aus dem Ensemble und dem Studiojahr des Schauspiel Frankfurt