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22.12.2019, Jamal Tuschick

Gemeindetag 2019 - An vier Tagen erlebten rund tausend Mitglieder jüdischer Gemeinden aus ganz Deutschland ein vielfältiges politisches, kulturelles und religiöses Programm. Unter dem Leitgedanken „In Deutschland zu Hause“ fanden fünfundzwanzig Podiumsdiskussionen und Vorträge zu aktuellen Themen statt. Dazu waren hundertachtzig Referentinnen und Referenten eingeladen.

In Deutschland zu Hause

„Wir brauchen nicht nur einen Ausstieg aus der Kohle, sondern auch einen Ausstieg aus Rassismus und Antisemitismus!“ Josef Schuster

Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, der Präsident des Zentralrates der Juden Josef Schuster auf dem Gemeindetag 2019 im Berliner Interconti. Annette Widmann-Mauz erklärte: „Die Sicherheit der Juden in Deutschland ist Staatsräson.“

Große Gala ... rechts Daniel Botmann. Der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden plädiert für einen jüdisch-muslimischen Dialog, „der präventiv wirken soll“. Ich nenne das vorläufig Präventionspotential der Poesie.

Der Gemeindetag des Zentralrats der Juden in Deutschland wurde am Donnerstag in Berlin eröffnet. Am Eröffnungsabend äußerte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auch in einem Gespräch mit jüdischen Jugendlichen.

Eingebetteter Medieninhalt

Gemeindetag 2019 - An vier Tagen erlebten rund tausend Mitglieder jüdischer Gemeinden aus ganz Deutschland ein vielfältiges politisches, kulturelles und religiöses Programm. Unter dem Leitgedanken „In Deutschland zu Hause“ fanden fünfundzwanzig Podiumsdiskussionen und Vorträge zu aktuellen Themen statt. Dazu waren hundertachtzig Referentinnen und Referenten eingeladen.

Gerahmt wurden die politischen Angebote von großen Gottesdiensten zum Schabbat sowie Möglichkeiten zu religiösen Gesprächen mit Rabbinern. Daneben gab es Autor*innenlesungen und musikalische Highlights: Am Donnerstagabend trat der israelische Star Gad Elbaz auf, den Schabbat begleitete die A-Capella-Formation Mafteach Soul, am Samstagabend unterhielt die britische Showband Muzika das Auditorium und am Sonntag finalisierte ein Jazz-Brunch mit der Berliner Sängerin Masha Ray den Showteil.

In seiner Eröffnungsrede ging der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, laut Redemanuskript auf die aktuelle politische Situation ein und sagte:

„Zur Wahrung der Menschenrechte gehört es, dass Minderheiten ohne Angst in Deutschland leben können und die Religionsfreiheit uneingeschränkt ausgeübt werden kann. Beides ist in Deutschland derzeit nicht der Fall! Was wir brauchen, ist ein gesellschaftlicher Klimawandel! Die Radikalisierung, die sich von rechts in die Mitte der Gesellschaft ausbreitet, muss gestoppt und wieder zurückgedrängt werden! Wir brauchen nicht nur einen Ausstieg aus der Kohle, sondern auch einen Ausstieg aus Rassismus und Antisemitismus!“

Aktualisierter Pressetext

Die Neue Synagoge an der Oranienburger Straße in der Spandauer Vorstadt. Solange jüdische Einrichtungen bewacht werden müssen, steckt die Republik noch in der Bewährung.

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