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28.03.2020, Jamal Tuschick

Betreff: Live-Lesung von Benjamin Quaderer am 30. März

Identitätseskapismus

Seine Geburt erlebt er als ungemütliche Angelegenheit. Zur Welt kommt Johann zwei Jahre nach seinen ihm feindlich gesonnenen Zwillingsschwestern Luise und Lotte als Sohn von Alfred, dem Liechtensteiner, der nach einem Erweckungserlebnis gleichzeitig seinen Traumberuf (Fotograf) und seine Traumfrau (Soledad) 1962 in Spanien fand.

Die Bye Bye Bar von Terminal 1 auf dem Zürcher Flughafen Der Airport spielt eine Rolle in Benjamin Quaderers Roman „Für immer die Alpen“

Benjamin Quaderer liest am kommenden Montag, den 30. März, um 20 Uhr aus seinem Berliner Wohnzimmer live aus seinem Debütroman „Für immer die Alpen“. Die Lesung wird über das Streaming-Portal Twitch.tv übertragen.

In seinem Debütroman „Für immer die Alpen“ erzählt er die aberwitzige Geschichte von Johann Kaiser, Weltenbummler und Meister der Manipulation, der unter falschem Namen an einem unbekannten Ort lebt. Mit dem Verkauf gestohlener Kundendaten einer großen Bank hat er so gut verdient, dass es sich unbesorgt leben ließe – wären da nicht die Verleumdungen aus seiner Heimat, die aus ihm einen Verräter machen wollen. Denn Staatsfeind Nummer 1 zu sein ist nicht leicht. Das gilt auch dann, wenn dieser Staat einer der kleinsten der Erde ist: das Fürstentum Liechtenstein. Benjamin Quaderer hat einen tollkühnen Roman geschrieben über die Macht des Geldes und die Macht des Erzählens. Das Porträt eines Hochstaplers, der die Gesellschaft spiegelt, die er betrügt. Ein Leseexemplar haben wir Ihnen bereits geschickt. Weitere Infos zum Buch und zum Autor finden Sie auf unserer Webseite hier. Zum dreiteiligen Podcast Quaderer & Bultmann gelangen Sie  hier.    

Benjamin Quaderer, geboren 1989 in Feldkirch, Österreich, und aufgewachsen in Liechtenstein, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und in Wien. Er war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „BELLA triste“ und Teil der künstlerischen Leitung von „PROSANOVA 2014 – Festival für junge Literatur“. „Für immer die Alpen“ ist sein erster Roman. Für einen Auszug daraus erhielt er den 2. Preis beim Open Mike 2016 und ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats. Der Roman ist für den Debütpreis der LitCologne nominiert.