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16.09.2020, Jamal Tuschick

Aus dem Pendragon Verlagsblog

8 Fragen an Andreas Kollender

Andreas Kollender © Jamal Texas Tuschick

1. Hast du einen festen „Schreibplatz“ und wenn ja, wie sieht der aus?
Ein Schreibtisch in einem kleinen Arbeitszimmer, recht wenig Bücher im Raum, einige Bilder, vorwiegend weiße Wände… und ein Fenster natürlich. Gegenüber hat der Nachbar eine Sattelitenschüssel installiert – von einer Firma Namens SatAn. Schaue ich also aus dem Fenster lese ich: Satan. Aber bisher beeinflusst das mein Schreiben nicht. Hoffe ich.

2. Welches Buch hat dich (in letzter Zeit) besonders berührt/fasziniert?
Bin zu den „Klassikern“ zurück und habe Conrads Herz der Finsternis erneut gelesen. Großartig.

3. Hast du dir im Nachhinein schon mal gewünscht, dass du in einem deiner Bücher etwas anders gemacht hättest?
Oh ja …

4. Planst du viel voraus oder schreibst du (auch mal) einfach drauf los?
Beim Drauflosschreiben kracht das Manuskript nach dreißig Seiten vor die Wand und man bekommts nicht mehr abgekratzt… Nein: Ich bekomm es nicht mehr abgekratzt. Beim Schreiben gibt’s – wie nirgends – keine Verallgemeinerungen. Für mich ist es nicht gut „einfach drauf los“ zu schreiben.

5. Wie alt warst du, als du angefangen hast zu schreiben und was war das?
Ganz jung. Piratengeschichten, Freibeuter, Südsee, Freiheit, weite Blicke, Unabhängigkeit, Suche, erste Ahnungen von Eros, ein Nicht – in – der – Welt – Sein, mehr haben wollen als da ist…

6. Du bist auf einer einsamen Insel gestrandet. Nur einer deiner Charaktere ist dabei. Welchen hättest du gerne an deiner Seite und warum?
Fanny aus „Von allen guten Geistern“ hätte ich gerne dabei. Oder Elisabeth aus „Mr. Crane.“

7. Wie kommst du auf die Themen deiner Bücher?
Sehr unterschiedlich: Figuren, Szenen, Gesprächsfetzen, Themen… aber es hängt immer alles an den Figuren, am menschlichen Herz. Alles was wir schreiben, schreiben wir fürs Herz. Für nichts sonst. Entscheidungen, die sowohl richtig als auch falsch sind, Ausweglosigkeiten, Komplexität.

8. Tipps für Wunsch-Autor*innen, wie man beim Schreiben am Ball bleibt und nicht aufgibt?
Machen.