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10.09.2021, Jamal Tuschick

Symbolfoto © Jamal Tuschick

Liebe Freund*innen,

Wir sind dieser Tage alle bewegt von Bildern aus Afghanistan - zurecht. Die Vorstellung, selber solch einem abrupten Umbruch ausgesetzt zu sein, weckt Gefühle von Verunsicherung. Die Empathie mit den Menschen, von deren Angst, Panik, Unsicherheit und Sorge uns Momentaufnahmen über verschiedene Medien erreichen, bleibt nicht nur abstrakt. Viele haben sich eingesetzt, dass Familienmitglieder, Bekannte und auch ehemals aus Deutschland zur Wieder-Rückreise nach Afghanistan gezwungene evakuiert werden.

Aber die deutsche Regierung hat nicht nur die Lage vor Ort und alle Zeichen, dass eine solche Situation eintreten werde, verdrängt und damit fahrlässig Menschen gefährdet. Sie verweigert bis heute eine unkomplizierte Evakuation von möglichst vielen Menschen - obwohl es die Möglichkeit gab und wohl auch wieder gibt.

Es ist die Fortsetzung der tödlichen Unterlassung von Hilfeleistung, wie sie im Mittelmeer seit Jahren - seit Jahrzehnten - 10.000de von Menschenleben kostete. Und genau das sollte auch berücksichtigen, wer den Impuls verspürt, die Situation in Afghanistan als schlimme Ausnahme zu beklagen. Sie ist keine Überraschung. Leider. Sie steht in diesem Kontinuum.

Dagegen, dass rückwirkend der Afghanistan-Besetzungs-Einsatz als feministisches Projekt inszeniert wird, müssen wir laut Einspruch erheben, zusammen mit allen Feminist:innen, die intersektionale feministische Analyse und Praxis vertreten. Feminismus gibt es nicht ohne Antirassismus und dieselben, die jetzt Afghan:innen bedauern, sagen im nächsten Atemzug, 2015 dürfe sich nicht wiederholen.

Es bleibt der ewige Widerspruch weißer, patriarchaler, kapitalistischer Vorherrschaft. Und der wird einfach immer nur noch sichtbarer. Umso mehr müssen wir darüber sprechen und darüber, wie wir das aufbrechen, und die beste Gelegenheit dazu bietet die Lesung mit Emilia Roig am 23. September um 19 Uhr. Das Ende der Unterdrückung ist der Untertitel ihres Buches "Why We Matter". Und genau darum muss es gehen. Immer.

Wir vermitteln Euch auch einen Eindruck von dem diesjährigen Train The Trainer für die Teams von Space2groW Berlin und Space2groW Brandenburg, ein paar Worte dazu und Bilder, was uns sehr am Herzen liegt, denn für Berlin droht diesem Projekt die komplette Streichung - und damit der Verlust dieses wichtigen Angebotes für die Geflüchteten und eingewanderten Frauen, für die diese Arbeit eine entscheidende und stärkende Wirkung hat. Im Anhang ist dazu ein offener Brief, den Ihr als Einzelpersonen und als Institutionen mit unterzeichnen könnt. Schickt uns dafür eine formlos eine Mail an Space2groW@frauenkreise-berlin.de

Viel Spaß und Erkenntnis und Empowerment mit unserem Programm und unseren Beratungen wünschen wir Euch. Scrollt runter für alle Infos dazu.

Euer Frauenkreise-Team

Train The Trainer Wochenende bei Hoch3 e.V. September 2021 in Potsdam

Der jährliche Train The Trainers für die Teamer:innen von Space2groW enthält verschiedene Workshop Module zu den Themen, die für die Teamer:innen relevant sind:

Rechtliche Fragen rund um Status & Asyl & Aufenthalt, Methodik und Didaktik, häusliche Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder, Familienplanung (Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch, HIV, Zyklus, Verhütungsmethoden, gesetzliche Bestimmungen, Rechte und Anlaufstellen), Anti-Rassismus & Empowerment.

Außerdem passiert dort an einem langen Wochenende Teambuilding und Stärkung des Zusammenhalts zwischen den Teamer:innen! Alles das steht durch die drohenden Streichungen auf dem Spiel. Aber das Space2groW Team ist entschlossen: "Wir lassen uns nicht streichen!"

CHORPROJEKT bei den Frauenkreise - Mit Chorleiterin und Sängerin Jutta Garbas - Montag, 13. September 2021 • 19 - 21 Uhr • 14-tägig (mit Abweichungen, s. unten)

Sprache / Language: Deutsch / English

Für alle Frauen*, die Lust aufs Singen haben! Vorkenntnisse nicht erforderlich! Wir singen Lieder, Chants und Mantren aus aller Welt. Teilnahmekosten: 0-30 € monatlich (solidarisches Prinzip)

For all women*, who feel like singing! No experience needed! We will sing songs, melodies, chants, mantras. Fee: 0-30€ monthly (solidary principle)

Die Kosten gelten unter normalen Umständen – während der Pandemie nach Vereinbarung
The cost apply under normal ciscumstances – during the pandemic we find arrangements

Nächste Probe:
13. September (im Freien, Friedrichshain, bei Regen Zoom-Probe)
11. und 25. Oktober (innen, Ort wird noch bekannt gegeben)
22. November (innen, Ort wird noch bekannt gegeben)
06. und 20. Dezember (innen, Ort wird noch bekannt gegeben)

Next rehearsal:
13. September (outside, Friedrichshain, if it rains: Zoom-Rehearsal)
11. und 25. Oktober (inside, location: tba)
22. November (inside, location: tba)
06. und 20. Dezember (inside, location: tba)

Informationen über die Location hier / information regarding the location here: www.juttagarbas.de